ASCO-Leitlinien: PARP-Inhibitoren beim Ovarialkarzinom

  • Tew WP & al.
  • J Clin Oncol
  • 13.08.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) hat Leitlinien zur Verwendung von Poly(ADP-Ribose)-Polymerase (PARP)-Inhibitoren bei der Behandlung von Patienten mit epithelialem Ovarialkarzinom, Tubenkarzinom oder primärem Peritonealkarzinom herausgegeben.

Wesentliche Empfehlungen

  • Eine Wiederholung der Behandlung mit PARP-Inhibitoren wird nicht empfohlen.
  • Erhaltungstherapie im Frontline-Setting:
    • PARP-Inhibitoren werden nicht empfohlen als Erstbehandlung einer Erkrankung im Stadium I/II.
    • Für Patienten mit einer Erkrankung im Stadium III-IV, die auf platinbasierte Erstlinien-Chemotherapie angesprochen haben:
      • Erwägung von Olaparib bei BRCA-positiven Patienten.
      • Angebot von Niraparib an alle Patienten mit hochgradig seröser (HGS) oder endometrioider Erkrankung.
    • Für Patienten mit BRCA 1/2-positivem HGS oder endometrioidem Ovarialkarzinom Stadium III-IV, die auf die Kombination von Chemotherapie plus Bevacizumab angesprochen haben:
      • Angebot von Olaparib plus Bevacizumab.
  • Anschließende Erhaltungstherapie bei PARP-Inhibitor-naiven Patienten:
    • Erwägung von Olaparib, Rucaparib oder Niraparib bei:
      • Patienten, die unabhängig vom BRCA-Mutationsstatus auf eine platinbasierte Therapie angesprochen haben.
      • Patienten mit einer BRCA 1/2-Mutation.
      • Patienten, deren Tumor genomische Instabilität aufweist und innerhalb von 6 Monaten nach platinbasierter Therapie nicht rezidiviert ist.
    • Nicht empfohlen bei Patienten mit BRCA-Wildtyp oder platinresistenter Erkrankung.
  • PARP-Inhibitoren werden nicht empfohlen für die Verwendung in Kombination mit Chemotherapie, anderen zielgerichteten Wirkstoffen oder immunonkologischen Wirkstoffen bei rezidivierter Erkrankung außerhalb des Kontexts einer klinischen Studie.
  • Unerwünschte Ereignisse sollten angemessen überwacht und behandelt werden.
  • Der Wachstumsfaktor kann in bestimmten Settings berücksichtigt werden.