ASCO-GU 2019—Adjuvante Chemotherapie plus postoperative Radiotherapie verbessert DFS und OS bei lokal fortgeschrittenen Urothelzellkarzinomen


  • Melissa Pandika
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Durch die Aufnahme einer adjuvanten Chemotherapie zu der postoperativen Radiotherapie (PORT) verbesserten sich DFS und OS bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Blasenkrebs (LABC) mit Histologie des Urothels, die sich einer radikalen Zystektomie (RC) unterzogen hatten.

Warum das wichtig ist

  • Es weist darauf hin, dass adjuvante Therapien bei lokalen LABC-Erkrankungen und Fernmetastasen eine Rolle spielen könnten.

 Studiendesign

  • Post-hoc-Analyse einer Kohorte mit Urothelzellkarzinom in einer Studie der Phase III, für die 153 Patienten mit LABC, die sich einer RC sowie einer Dissektion der Beckenlymphknoten unterzogen hatten, nach dem Zufallsprinzip entweder mit Chemotherapie und PORT (2 Zyklen Gemcitabin/Cisplatin vor und nach der PORT) oder nur mit PORT (45 Gy in 1,5-Gy-Fraktionen zweimal täglich) behandelt wurden.
  • Primärer Endpunkt: DFS.

Wesentliche Ergebnisse

  • 81 Patienten in der Kohorte mit Urothelzellkarzinom.
    • Chemotherapie + PORT: 41 Patienten.
    • PORT: 40 Patienten.
  • Mittlere Nachbeobachtung.
    • Chemotherapie + PORT: 21 Monate.
    • PORT: 15 Monate.
  • DFS nach 2 Jahren.
    • Chemotherapie + PORT: 62 %.
    • PORT: 48 %.
    • Log-Rank p = 0,03.
  • OS nach 2 Jahren.
    • Chemotherapie + PORT: 71 %. 
    • PORT: 51 %.
    • Log-Rank p = 0,048.
  • Es wird angenommen, dass eine adjuvante Radiotherapie, durch welche die lokale Kontrolle wesentlich verbessert werden kann, einen synergistischen Effekt mit der Chemotherapie hat.
    • Dies würde erklären, warum größere Studien zu adjuvanter Chemotherapie, die keine lokale adjuvante Therapie enthielten, keine der hier beobachteten Vorteile ergaben.

Einschränkungen

  • Post-hoc-Analyse.
  • Kleine Kohorte.
  • Gewöhnliche statt erweiterte Lymphknotendissektion.
  • Ungleichgewicht zwischen Studienarmen bezüglich der Anzahl entfernter Lymphknoten.