ASCO-GI 2020 – PARP-Inhibitor bringt keine Verbesserung für Gemcitabin plus Cisplatin beim Pankreaskarzinom im Spätstadium


  • Ben Gallarda
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Der Zusatz des PARP-Inhibitors Veliparib zu Gemcitabin plus Cisplatin verbesserte bei Patienten mit Pankreaskarzinom und BRCA- oder PALB2-Mutationen nicht die Responseraten und verursachte eine stärkere hämatologische Toxizität.

Warum das wichtig ist

  • Nahezu einer von 10 Pankreaskarzinom-Patienten hat eine dieser Mutationen.
  • Die Wirksamkeit von PARP-Inhibitoren wurde in diesen Patientenpopulationen dargelegt.

Studiendesign

  • Randomisierte, kontrollierte Phase 2-Studie mit 52 behandlungsnaiven Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem duktalem Adenkokarzinom des Pankreas, die mit Gemcitabin+Cisplatin (GC, n=23) oder GC+Veliparib (GC+V, n=27) behandelt wurden.
  • 94% hatten eine BRCA-Mutation und 6% eine PALB2-Mutation.
  • Primärer Endpunkt war die Responserate.
  • Finanzierung: Lustgarten Foundation, the David M. Rubenstein Center for Pancreatic Cancer Research, the Reiss Family Foundation, the National Cancer Institute’s Cancer Therapy Evaluation Program, und NCI-Zuschüsse.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Responserate für den GC-Arm betrug 65,2%, für den GC+V-Arm 74,1% (p=0,55).
  • Die Krankheitskontrollraten waren 78,3% für den GC-Arm und 100% für den GC+V-Arm (p=0,02).
  • Das mittlere PFS betrug 9,7 Monate für den GC-Arm und 10,1 Monate für den GC+V-Arm (p=0,73).
  • Das mittlere OS betrug 16,4 Monate für den GC-Arm und 15,5 Monate für den GC+V-Arm (p=0,6).
  • Die hämatologische Toxizität war höher im GC+V-Arm; die nicht-hämatologische Toxizität war in beiden Armen ähnlich.

Einschränkungen

  • Kleine Fallzahl.

Expertenkommentar

Dr. Richard L. Schilsky, MD, Chief Medical Officer und Executive Vice President der ASCO, sagte zu den Ergebnissen: “Responseraten von 60% und 70% bei Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom haben wir bisher noch nicht gesehen, und das ist ziemlich bemerkenswert.“