ASCO-GI 2020 – Nicht-resezierbares HCC: Atezolizumab plus Bevacizumab übertrifft Sorafenib bei Ergebnissen aus Patientenbefragungen


  • Pavankumar Kamat
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Patienten mit nicht-resezierbarem hepatozellulärem Karzinom (HCC) könnten unter Atezolizumab plus Bevacizumab eine bessere Lebensqualität aufrechterhalten als unter Sorafenib.

Warum das wichtig ist

  • Die IMbrave150-Studie hat bereits gezeigt, dass die Erstlinienbehandlung mit Atezolizumab plus Bevacizumab bei Patienten mit nicht-resezierbarem HCC gegenüber Sorafenib einen Überlebensvorteil erzielt.
  • In palliativen Situationen mit verringerter Lebenserwartung ist es wichtig, den allgemeinen klinischen Nutzen aus Patientensicht zu berücksichtigen, um die Lebensqualität für die restliche Zeit zu erhalten.

Studiendesign

  • Analyse der Lebensqualität aus Patientenbefragungen der Phase 3-Studie IMbrave150.
  • IMbrave150: Patienten mit nicht-resezierbarem HCC, die zuvor keine systemische Therapie erhalten hatten (n=501), wurden randomisiert (2:1) entweder Atezolizumab plus Bevacizumab oder Sorafenib zugeteilt.
  • Die Zeit bis zur Verschlechterung (TTD) war definiert als eine Reduktion von 10 Punkten in den wesentlichen Ergebnissen der Patientenbefragung seit Studienbeginn.
  • Finanzierung: F. Hoffmann-La Roche, Ltd.

Wesentliche Ergebnisse

  • Im Vergleich zu Sarofenib verzögerte Atezolizumab plus Bevacizumab gemäß Patientenbefragung die TTD der Lebensqualität (mittlere TTD 11,2 vs. 3,6 Monate; HR 0,63 [95% KI 0,46-0,85]), der körperlichen Funktion (mittlere TTD 13,1 vs. 4,9 Monate; HR 0,53 [95% KI 0,39-0,73]) und der Rollenfunktion (mittlere TTD 9,1 vs. 3,6 Monate; HR 0,62 [95% KI 0,46-0,84]).
  • Unter Atezolizumab plus Bevacizumab zeigten weniger Patienten eine klinisch bedeutsame Verschlechterung spezifischer Symptome wie Appetitverlust, Fatigue, Schmerzen oder Diarrhoe als unter Sorafenib.

Einschränkungen

  • Die IMbrave150-Studie hatte ein open-label Design.

Expertenkommentar

Dr. Craig Lockhart, MD, von der University of Miami Sylvester Comprehensive Cancer Center, Florida, äußerte sich dazu: “Wir werden die Kosten berücksichtigen müssen, diese aber im Zusammenhang mit den hier gesehenen Daten aus der Patientenbefragung abwägen.”