ASCO-GI 2019—Pembrolizumab ergibt OS-Vorteil bei Speiseröhrenkrebs mit PD-L1


  • Melissa Pandika
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Mit Pembrolizumab verlängerte sich das OS gegenüber einer Chemotherapie als Second-Line- bzw. 2L-Therapie gegen fortgeschrittenen Speiseröhrenkrebs bei Patienten mit einem CPS (Combined Positive Score) von ≥ 10 in Bezug auf PD-L1.

Warum das wichtig ist

  • Chemotherapie wird zurzeit angewendet, obwohl sie keinen Überlebensvorteil bei dieser Patientengruppe ergeben hat.
  • Die Befunde stützen Pembrolizumab als neue standardmäßige Behandlung.

Studiendesign

  • KEYNOTE-181, eine offene Phase-III-Studie an 628 Patienten mit fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs mit progressivem Verlauf nach einer ersten Chemotherapie, die nach Zufallsprinzip entweder alle 3 Wochen während bis zu 2 Jahren 200 mg Pembrolizumab oder im Ermessen des Prüfarztes Paclitaxel, Docetaxel oder Irinotecan erhielten.
  • Die Patienten wurden nach Histologie (Plattenepithel- oder Adenokarzinom) und nach Region (Asien oder restliche Welt) stratifiziert.
    • 222 mit CPS ≥ 10 in Bezug auf PD-L1, 401 mit einem Plattenepithelkarzinom.
  • Finanzierung: MSD.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittlere Nachbeobachtung: 7,1 Monate mit Pembrolizumab, 6,9 Monate mit Chemotherapie.
  • Bei Tumoren mit CPS ≥ 10 in Bezug auf PD-L1: OS 9,3 Monate mit Pembrolizumab und 6,9 Monate mit Chemotherapie (p = 0,0074; HR: 0,69).
  • Der OS-Vorteil mit Pembrolizumab war bei Plattenepithelkarzinomen oder bei der gesamten Intent-to-Treat-Population (ITT) statistisch nicht signifikant.

Einschränkungen

  • Mangelnde Stratifikation nach PD-L1-Status, was die Möglichkeit mit sich bringt, dass der Überlebensvorteil bei der Untergruppe mit CPS 10 in Bezug auf PD-L1 auf eine hohe Frequenz günstiger Prognosefaktoren statt auf Pembrolizumab zurückzuführen ist.