ASCO-GI 2019—Dabrafenib/Trametinib ergibt hohes Ansprechen bei BRAF-positiven Gallengangskarzinomen


  • Melissa Pandika
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Dabrafenib (ein BRAF-Hemmer) erwies sich in Kombination mit Trametinib (ein MEK-Hemmer) als vielversprechend bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit einem Gallengangskarzinom mit BRAF-V600E-Mutation.

Warum das wichtig ist

  • Das Gallengangskarzinom ist eine aggressive Krankheit mit schlechten Prognosen.
  • BRAF-Mutationen wurden bei 5 Prozent aller Tumoren der Gallenwege festgestellt.
  • Hierbei handelt es sich um die erste prospektiv analysierte Kohorte an Gallengangskarzinomen mit BRAF-V600E-Mutation, die mit einer Kombination aus BRAF/MEK-Hemmern behandelt wurden.  

Studiendesign

  • Offene, multizentrische Basket-Studie ROAR in Phase II, in die Patienten mit 9 seltenen Tumorarten mit BRAF-V600E-Mutationen aufgenommen wurden, darunter auch Gallengangskarzinome.
  • Die Patienten litten an fortgeschrittenem oder metastatischem Krebs und hatten sich >1 vorherigen systemischen Therapie unterzogen.
  • Die Patienten erhielten zweimal täglich 150 mg Dabrafenib plus einmal täglich 2 mg Trametinib, bis sich eine Progression der Erkrankung, eine unzumutbare Toxizität oder der Tod einstellte.
  • Der primäre Endpunkt war die vom Prüfarzt beurteilte Gesamtansprechrate (ORR) nach RECIST v1.1.
  • Finanzierung: Novartis.

Wesentliche Ergebnisse

  • 33 Patienten mit einem Gallengangskarzinom waren auswertbar.
  • Die mittlere Behandlungsdauer betrug 6 Monate.
  • Die ORR gemäß Beurteilung durch den Prüfarzt lag bei 42 Prozent.
  • Das mittlere PFS betrug 9,2 Monate und das mittlere OS 11,7 Monate, was vergleichbar mit dem Behandlungsstandard ist (Resektion und Gemcitabin plus Cisplatin, assoziiert mit einem PFS von 8,0 Monaten und einem OS von 11,7 Monaten).
  • Die korrelative Analyse wies auf eine höhere Expression von Genen für den MAPK-Signalweg bei jenen hin, die auf die Behandlung nicht ansprachen.

Einschränkungen

  • Nur 2 Patienten konnten einer korrelativen Analyse unterzogen werden.