ASCO: Evaluation des Risikos für Pankreaskrebs

  • Stoffel EM & al.
  • J Clin Oncol
  • 20.11.2018

  • Oncology guidelines update
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Erkenntnis

  • Eine vorläufige klinische Meinung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) bietet Leitlinien für Tests auf hereditäre Risikofaktoren, familiäre Vorbelastung und die Überwachung für Pankreaskrebs (PC).

Warum das wichtig ist

  • Es gibt nur wenige Daten aus randomisierten klinischen Studien, die für eine Entscheidungsfindung herangezogen werden können.

Wichtigste Punkte

  • Familiäre Vorbelastung:
    • Bei Patienten mit PC sollte die familiäre Vorgeschichte untersucht werden.
    • Patienten mit mindestens 3 Inzidenzen von PC auf 1 Seite ihrer Familie oder mit Nachweis von PC-assoziierten genetischen Syndromen können sich einem Gentest unterziehen.
  • Test auf Disposition für eine Krankheit:
    • Alle mit PC diagnostizierten Patienten sollten auf assoziierte hereditäre Syndrome untersucht werden, unter anderem auf persönliche und auf familiäre vorhergehende Krebserkrankungen bei Verwandten ersten und zweiten Grads.
    • Eine genetische Risikobewertung sollte Mitgliedern einer Familie angeboten werden:
      • Mit einer Genvariante, die bekanntlich anfällig für eine Krebserkrankung macht.
      • Mit einem bekannten, PC-assoziierten, hereditären Syndrom.
      • Für Personen, die die Kriterien für familiäre PC erfüllen.
  • Empfehlungen zur Überwachung:
    • Eine Überwachung sollte Verwandten ersten Grades von Patienten mit PC und/oder den Familienmitgliedern mit einer familiären PC-Vorgeschichte und genetischen Disposition angeboten werden.
    • Die Evidenz spricht dafür, dass eine Überwachung mit einer Herabstufung der Krebsfälle assoziiert ist.
    • Die Patienten sollten über die Risiken der Überwachung aufgeklärt werden.
    • Eine Resektion ist bei soliden Läsionen und/oder bei Läsionen im Zusammenhang mit einer obstruktiven Gelbsucht und/oder bei > 10 mm Dilatation des Hauptgangs der Bauchspeicheldrüse gerechtfertigt.