ASCO 2020 – Metastasiertes NSCLC: kein klarer Benefit durch Zusatz von Chemo zu Durvalumab+Tremelimumab


  • Cristina Ferrario — Agenzia Zoe
  • Oncology Conference reports
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Erkenntnis

  • Das OS wurde durch den Zusatz von Chemotherapie (CT) zur Erstlinienbehandlung mit Durvalumab (D) plus Tremelimumab (T) beim risikoreichen, metastasierten NSCLC nicht verbessert.
  • CT als Add-on erreichte eine bessere objektive Responserate (ORR) und progressionsfreies Überleben (PFS) gegenüber DT allein, war jedoch in dieser Studie mit einer größeren Toxizität verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Studien mit dualer Checkpoint-Inhibition beim NSCLC haben eine additive oder synergistische Wirksamkeit und besseres Überleben gegenüber CT gezeigt.
  • Die optimale Verwendung und Kombination von Checkpoint-Inhibitoren mit CT in der Behandlung von NSCLC im Stadium IV bleiben unklar.

Studiendesign

  • 301 Patienten mit plattenzellartigem oder nicht-plattenzellartigem NSCLC im Stadium IV und EGFR/ALK-Wildtyp waren in die internationale, offene, randomisierte Studie CCTG BR.34 eingeschlossen.
  • Patienten wurden randomisiert zugeteilt zu 4 Zyklen DT oder DT+CT (Pemetrexed- oder Gemcitabin-Platin), gefolgt von D oder D+Pemetrexed (nicht-plattenzellartig) als Erhaltungstherapie bis zur Krankheitsprogression.
  • Primärer Endpunkt: OS.
  • Sekundäre Endpunkte: PFS, ORR und unerwünschte Ereignisse (AEs).

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach einem mittleren Follow-up von 16,6 Monaten betrug das mittlere OS:
    • 16,6 Monate unter DT+CT.
    • 14,1 Monate unter DT.
      • Geschätzte HR 0,88 (log-rank p=0,46).
  • PFS:
    • 7,7 Monate unter DT+CT.
    • 3,2 Monate unter DT.
      • Stratifizierte HR 0,67 (log-rank p=0,0035).
  • ORR wurde unter DT+CT vs. DT signifikant verbessert.
  • Eine blutbasierte molekulare Tumorlast
  • AEs ≥ Grad 3 zeigten sich bei:
    • 82% unter DT+CT.
    • 70% unter DT.

Finanzierung

  • Canadian Cancer Society Research Institute.
  • Astra Zeneca.

Expertenkommentar

  • "Wir müssen die Biologie hinter der Sensitivität und Resistenz gegenüber verschiedenen Immuntherapeutika besser verstehen, um unseren Patienten bessere Therapien anbieten zu können", sagt Scott Gettinger, Professor für Innere Medizin am Yale Cancer Center.