ASCO 2019 — Trilaciclib reduziert durch Topotecan induzierte Myelosuppression bei SCLC


  • Hao Cheng, MD
  • Oncology Conference reports
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Erkenntnis

  • Trilaciclib, ein CDK-4/6-Inhibitor, linderte die durch Chemotherapie induzierte Myelosuppression und verbesserte die Verträglichkeit von Topotecan in einer Studie der Phase II an Patienten mit einem vorbehandelten kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) in einem erweiterten Krankheitsstadium.

Warum das wichtig ist

  • Schwere Fälle von Myelosuppression kommen bei Topotecan häufig vor und erfordern Dosissenkungen, Änderungen des Dosierungsplans sowie Notfallmedikamente.

Studiendesign

  • Randomisierte, multizentrische, doppelblinde Studie der Phase II zu intravenös verabreichtem Trilaciclib (240 mg/m2; n = 32) oder einem Placebo (n = 28) an den Tagen 1–5 vor der Verabreichung von 1,5 mg/mTopotecan.
  • Bei allen Patienten war es während/nach einer ersten oder zweiten Chemotherapie zu einer Progression der Erkrankung gekommen. 
  • Primäre Endpunkte: Dauer einer schweren Neutropenie im ersten Zyklus, Auftreten einer schweren Neutropenie.
  • Finanzierung: G1 Therapeutics.

Wesentliche Ergebnisse

  • Patienten unter Trilaciclib schlossen mehr Zyklen (im Mittel 5 statt 4) ab und hatten weniger Dosissenkungen (im Mittel 6 statt 9) als mit dem Placebo.
  • Mit Trilaciclib konnten das Auftreten (40,6 % gegenüber 75,9 %; p = 0,016) und die Dauer von Fällen schwerer Neutropenie im ersten Zyklus (2 statt 8 Tage; p 
  • Trilaciclib wurde mit weniger Bluttransfusionen nach mindestens 5 Studienwochen, Verabreichungen von G-CSF (Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor) und Dosissenkungen aus beliebigem Grund assoziiert. 
  • Hochgradige (≥ 3) hämatologische Toxizitäten wurden mit Trilaciclib reduziert, insbesondere Neutropenie (68,8 % statt 96,4 %) und Anämie (28,1 % statt 60,7 %).
  • Das mediane PFS war bei beiden Gruppen ähnlich (jeweils 4,2 Monate); die OS-Daten waren noch unausgereift.

Einschränkungen

  • Kleine Stichprobe.