ASCO 2019 — TPEx bietet bei Kopf–Hals-Krebs geringere Toxizität als EXTREME


  • David Reilly
  • Oncology Conference reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Bei Patienten mit rezidivierendem/metastasiertem Kopf- und Hals-Plattenepithelkarzinom (R/M HNSCC) lieferten 4 Zyklen des TPEx-Regimes (Cisplatin, Docetaxel und Cetuximab mit Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktorunterstützung) vergleichbare Überlebensresultate versus 6 Zyklen EXTREME (Cetuximab+Platin-basierte Therapie+Fluorouracil [FU]), jedoch mit höherem Ansprechen und geringerer Toxizität.

Warum das wichtig ist

  • Das EXTREME-Regime ist mit Toxizitäten, logistischen Problemen bei der Verabreichung von 5FU-Infusionen und einer nur geringfügigen Verbesserung des Überlebens assoziiert.

Studiendesign

  • Phase-III-Studie zur Untersuchung von First-Line-TPEx (n = 269) vs. EXTREME-Regime (n = 270) bei Patienten mit R/M HNSCC, die nicht für eine lokoregionale Therapie geeignet waren.
  • 93 % der Patienten waren Raucher; 40 % hatten einen Oropharynxtumor.
  • Finanzierung: J Bourhis; GORTEC.

Wesentliche Ergebnisse

  • 46 % objektive Ansprechrate (ORR) mit TPEx vs. 40 % mit EXTREME.
  • Vergleichbares medianes OS: 14,5 Monate mit TPEx vs. 13,4 Monate mit EXTREME (HR: 0,87; p = 0,15).
  • Kein signifikanter Unterschied beim PFS (p = 0,17) zwischen den Behandlungsgruppen.
  • Unerwünschte Ereignisse (UE) vom Grad 4: 30 % mit TPEx vs. 44 % mit EXTREME.
  • UE vom Grad 5: 6 % mit TPEx vs. 7 % bei EXTREME.
  • UE ≥ Grad 4 während Chemotherapie: 36 % mit TPEx vs. 51 % mit EXTREME (p 
  • Erhalt aller geplanten Chemotherapiezyklen: 72 % mit TPEx vs. 44 % mit EXTREME (p 
  • Zyklen verzögert: 10 % mit TPEx vs. 27 % mit EXTREME.

Einschränkungen

  • Die EXTREME-Gruppe zeigte in dieser Studie untypisch hohe OS-Raten.

Expertenkommentar

  • Vanita Noronha, MD und Professorin am Department of Medical Oncology im Tata Memorial Hospital, Mumbai, Indien, sagte, dass TPEx zwar ein besseres Sicherheitsprofil hat, es jedoch immer noch erheblich toxisch ist. Sie hatte nicht den Eindruck, dass dies eine die Praxis verändernde Studie sei.