ASCO 2019 — Mit Pembrolizumab als Erstlinientherapie verdoppelt sich das mediane Überleben bei fortgeschrittenem Lungenkrebs


  • David Reilly
  • Oncology Conference reports
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Erkenntnis

  • Nach einer medianen Nachbeobachtung von 18,7 Monaten im Rahmen der Studie KEYNOTE-189 (Eine randomisierte, offene Phase-III-Studie zu platinbasierter Chemotherapie plus Pemetrexed mit oder ohne Pembrolizumab [MK-3475] sorgte die Zugabe von Pembrolizumab bei Patienten mit metastatischem, nichtsquamösen, nichtkleinzelligen Lungenkarzinom) bei metastatischem, nicht squamösen nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die eine Chemotherapie mit Pemetrexed und Platin in der Erstlinie erhielten, für die Aufrechterhaltung des Nutzens im Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreien Überleben (PFS).
  • In der Pembrolizumab-Gruppe wurde zudem ein signifikanter Vorteil in Bezug auf die Progression nach der nächsten Therapielinie (PFS2) nachgewiesen.

Warum das wichtig ist

  • Diese Befunde sprechen für die Anwendbarkeit eines Behandlungsschemas auf Pembrolizumab-Basis in dieser Situation, und zwar unabhängig von der PD-L1-Expression.

Studiendesign

  • In der Phase-III-Studie KEYNOTE-189 ergaben sich mit einer Chemotherapie mit Pembrolizumab, Pemetrexed und Platin (n = 410) im Vergleich zur Therapie mit Placebo, Pemetrexed und Platin (n = 206) signifikante Verbesserungen im Überleben.
  • Finanzierung: Merck & Co., Inc., Kenilworth, NJ, USA.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei einer medianen Nachbeobachtung von 18,7 Monaten führte die Zugabe von Pembrolizumab zu einem signifikant längeren OS (median: 22,0 gegenüber 10,7 Monaten; HR: 0,56, p  0,00001).
  • Die Überlebensvorteile mit Pembrolizumab wurden unabhängig von der jeweiligen TPS-(Tumor Proportion Score)-Untergruppe aufrechterhalten:
  • OS:
    • TPS ≥ 50 %: HR: 0,59 (95 %-KI: 0,39–0,88).
    • TPS ≥ 1–49 %: HR: 0,62 (95 %-KI: 0,42–0,92).
    • TPS 
  • PFS:
    • TPS ≥ 50 %: HR: 0,36 (95 %-KI: 0,26–0,51).
    • TPS ≥ 1–49 %: HR: 0,51 (95 %-KI: 0,36–0,73).
    • TPS 
  • 45 % der Patienten in der Pembrolizumab-Gruppe und 59 % in der Placebogruppe unterzogen sich anschließend einer Zweitlinientherapie.
  • Der PFS2-Nutzen wurde bei Pembrolizumab unabhängig von der TPS-Untergruppe beobachtet:
    • TPS ≥ 50 %: HR: 0,47 (95 %-KI: 0,33–0,69).
    • TPS ≥ 1–49 %: HR: 0,59 (95 %-KI: 0,41–0,86).
    • TPS 
  • 71,9 % der Patienten unter Pembrolizumab und 66,8 % unter Placebo erlitten unerwünschte Ereignisse von Grad 3–5.