ASCO 2019 — Genetisch veränderte NSCLC-Tumoren sind resistent gegen Standardtherapie


  • Hao Cheng, MD
  • Oncology Conference reports
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Erkenntnis

  • STK11- und/oder KEAP1-Veränderungen werden in einer Untergruppe von Patienten mit NSCLC beobachtet, die gegen eine primäre Therapie mit Pemetrexed/Carbo(cis)platin/Pembrolizumab (PCP) resistent sind und neue Strategien für eine wirksame Behandlung benötigen.

Warum das wichtig ist

  • PCP ist die standardmäßige Erstlinienbehandlung bei einem metastasierten, nicht plattenepithelialen NSCLC (mnPnSCLC) mit EGFR/ALK-Wildtyp (WT).
  • Die molekularen Faktoren des klinischen Nutzens von PCP sind noch nicht vollständig bekannt.
  • In dieser Studie werden die Auswirkungen von STK11- und KEAP1-Veränderungen auf die klinischen Ergebnisse einer PCP-Chemoimmuntherapie untersucht.

Studiendesign

  • In dieser retrospektiven, multizentrischen internationalen Studie wurden 497 Patienten mit mnPnSCLC und Tumorgenomprofil mit STK11/LKB1 an 17 akademischen Einrichtungen in den USA und Europa untersucht.

Wesentliche Ergebnisse

  • Genomische Veränderungen der STK11 sind mit einem schlechteren PFS (p = 0,0012) und OS (p = 0,0113) mit PCP bei mnPnSCLC assoziiert.
  • KEAP1 weist signifikante Komutationen mit STK11 auf, und entsprechende genomische Veränderungen sind ebenfalls mit einem schlechteren PFS (p = 0,0001) und OS (p = 0,002) mit PCP bei mnPnSCLC assoziiert.
  • Negative Auswirkungen von STK11 und KEAP1 sind bei TMB-High- und PD-L1-positiven Tumoren am ausgeprägtesten.
  • Die Zugabe von Pembrolizumab zu Pemetrexed/Carbo(cis)platin ergibt bezüglich PFS (p = 0,4) oder OS (p = 0,97) keinen Nutzen bei mnPnSCLC mit STK11- und/oder KEAP1-Mutationen.
  • 76,5 % der gegenüber einer primären PCP-Therapie refraktären Patienten haben STK11- und/oder KEAP1-Veränderungen.

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.