ASCO 2019 — Frontline-Therapie mit Pembrolizumab bietet Alternative zu Chemotherapie bei Magen- bzw. gastroösophagealem Übergangskarzinom


  • Debra Gordon
  • Oncology Conference reports
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Erkenntnis

  • Pembrolizumab ist der Chemotherapie bei Patienten mit einem Magenkarzinom oder einem gastroösophagealen Übergangskarzinom bezüglich OS nicht unterlegen, bietet aber ein besseres Sicherheitsprofil.

Warum das wichtig ist

  • Magenkrebs ist der weltweit am fünfthäufigsten diagnostizierte Krebs und weist nach operativen Eingriffen schlechte Ergebnisse auf.

Studiendesign

  • In der Phase-III-Studie KEYNOTE-062 (NCT01295827) wurde 763 HER2-negativen Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder intravenös Pembrolizumab, Pembrolizumab und eine Chemotherapie oder Chemotherapie plus ein Placebo verabreicht.
  • Alle wiesen einen kombinierten positiven PD-L1-Score (CPS) von ≥ 1 auf; bei 37 % betrug dieser ≥ 10.
  • Nachbeobachtung über einen medianen Zeitraum von 11,3 Monaten.
  • Primäre Endpunkte: OS bei CPS ≥ 1 und CPS ≥ 10 für Kombinationstherapie gegenüber Chemotherapie und für Pembrolizumab gegenüber Chemotherapie; PFS bei CPS ≥ 1 für Kombinations- gegenüber Chemotherapie.
  • Sekundärer Endpunkt: ORR bei CPS ≥ 1 für Kombinationstherapie gegenüber Chemotherapie.
  • Finanzierung: Merck & Co., Inc., Kenilworth, New Jersey, USA.

Wesentliche Ergebnisse

  • Pembrolizumab war bei Patienten mit CPS ≥ 1 nicht unterlegen (medianes OS: 10,6 bzw. 11,1 Monate).
  • Mit Pembrolizumab verlängerte sich das OS bei Patienten mit CPS ≥ 10 gegenüber der Chemotherapie (medianes OS: 17,4 bzw. 10,8 Monate; HR: 0,69; 95 %-KI: 0,49–0,97).
  • Unabhängig vom CPS-Score waren OS und PFS für die Kombinationstherapie vergleichbar mit der Chemotherapie.
  • ORR höher für Kombinations- als nur für Chemotherapie.
  • Die Rate der wirkstoffbedingten unerwünschten Ereignisse mit Schweregrad 3–5 betrug 17 % bei Pembrolizumab, 73 % bei der Kombinationstherapie und 69 % bei Chemotherapie allein.

Expertenkommentar

  • „Bei Patienten mit fortgeschrittenem Magen- oder gastroösophagealem Übergangskarzinom sollte Pembrolizumab in vielen Fällen eine Chemotherapie als Erstlinienbehandlung ersetzen“, sagte Dr. med. Richard L. Schilsky, Senior Vice President und Chief Medical Officer von ASCO, der nicht an der Studie beteiligt war.