ASCO 2019 — Fortgeschrittener Brustkrebs: Ribociclib+Hormontherapie erhöht OS-Rate bei jungen Frauen dramatisch


  • Debra Gordon
  • Oncology Conference reports
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Erkenntnis

  • Ribociclib in Kombination mit einer Hormontherapie (ET) verbesserte die Rate des Gesamtüberlebens (OS) bei prämenopausalen Frauen mit HR+/HER2-, fortgeschrittenen Brustkrebs.

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste statistisch signifikante Verbesserung des OS bei HR+/HER2-, fortgeschrittenem Brustkrebs mit einem CDK4/6-Inhibitor+ET.
  • Junge Frauen mit Brustkrebs haben tendenziell schlechtere Prognosen und aggressivere Krebserkrankungen als ältere Frauen, doch prämenopausale Patientinnen sind in klinischen Studien unterrepräsentiert.

Studiendesign

  • Phase-III-Studie MONALEESA-7 (NCT02278120).
  • 672 prämenopausale Frauen mit HR+/HER2-, fortgeschrittenen Brustkrebs wurden per Zufallsverfahren einer Behandlung mit Ribociclib oder Placebo plus Goserelin und ET (entweder nichtsteroidaler Aromatasehemmer [NSAI] oder Tamoxifen) zugewiesen.
  • Primärer Endpunkt: OS laut Prüfplan.
  • Mediane Nachbeobachtung: 34,6 Monate.
  • Finanzierung: Novartis Pharmaceuticals.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das OS mit Ribociclib plus ET überschritt die vordefinierte Abbruchgrenze für überlegene Wirksamkeit, verglichen mit einem medianen OS von 40,9 Monaten unter Placebo (HR: 0,712; 95 %-KI: 0,54–0,95; p = 0,00973).
  • Rund 29 % relative Reduktion des Todesrisikos in der Ribociclib-Gruppe.
  • Rund 30 % relative Reduktion des Todesrisikos bei Ribociclib plus NSAI im Vergleich zu Placebo (70,2 % OS-Rate vs. 46 %; HR: 0,699; 95 %-KI: 0,50–0,98).
  • 35 % der Patientinnen in der Ribociclib-Gruppe vs. 17 % unter Placebo sind noch in Behandlung.

Einschränkungen

  • Keine Angabe.

Expertenkommentar

  • „Dies ist die größte der kürzlich durchgeführten Studien, die sich ausschließlich auf prämenopausale Frauen konzentrierte, und sie demonstriert, dass diese Patientinnengruppe ebenfalls von dieser Medikamentenklasse profitiert“, so Dr. Harold J. Burstein, MD, PhD. vom Dana-Farber Cancer Institute, Boston, Massachusetts. Dr. Burstein war nicht an der Studie beteiligt.