ASCO 2019 — Expertenkommentar: Wichtigste Erkenntnisse zu Lungenkrebs


  • Debra Gordon
  • Oncology Conference reports
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Nachfolgend finden Sie einen Auszug aus einem Interview vor Ort mit Dr. med. David Graham, medizinischer Direktor am Levine Cancer Institute in Charlotte, North Carolina, über die wichtigsten Erkenntnisse zu Lungenkrebs von der ASCO 2019.

  • „Die Immuntherapie ist von Dauer und die Auswirkung ist größer, als wir uns bisher vorstellen konnten. Die 5-Jahres-Nachbeobachtungsdaten auf KEYNOTE-001, die zeigen, dass wir bei 23 % der Patienten, die mit Pembrolizumab in der Phase-I-Studie behandelt wurden, ein 5-Jahres-Überleben erzielten, sind erstaunlich. Wir hätten uns das bei Lungenkrebs früher niemals vorstellen können. Jetzt erweitern wir unsere Betrachtungsweise der Anwendung von Immuntherapie bei der neoadjuvanten Therapie. Noch sind wir nicht soweit, aber wir haben einige vielversprechende Wege zu beschreiten.“
  • „Wir haben ein klares Signal von vernünftigen Möglichkeiten, um die Abgrenzungen aus klinischen Studien zu verbessern, indem wir einige Ausschlusskriterien herausnehmen, die nicht wirklich sinnvoll sind. Die hier präsentierten CancerLink-Daten haben gezeigt, dass wir bei Miteinbeziehung der Patienten mit Metastasen [des zentralen Nervensystems], der Patienten mit Kreatininclearance über 30 anstatt über 60 oder der Patienten mit einer zweiten Malignität die Anzahl der Personen verdoppeln könnten, die für eine Lungenkrebs-Studie in Frage kommen.“
  • „Wir machen Witze, dass man in Phase-II-Studien jemanden haben muss, der 1,6 Kilometer in 4 Minuten laufen kann, und das sind nicht die Leute, um die wir uns jeden Tag kümmern.“
  • „Die dritte wichtige Erkenntnis ist, dass wir eine stetig wachsende Palette von nicht nur gezielten Therapien, sondern von anzustrebenden Zielen haben. Es gibt mehrere auf dieser Konferenz präsentierte Studien, die viele neue gezielte Therapien darlegen. Ich würde zögern, lediglich eine aus dem gesamten Rest auszuwählen. Und sobald wir Therapien zielgerichtet einsetzen können und nicht diesen blinden zytotoxischen Ansatz verfolgen, geht es den Patienten besser und sie weisen weniger Toxizitäten auf.“
  • „Ich glaube nicht, dass es nur eine Sache aus dieser Konferenz gibt, das die Leute mit nach Hause nehmen und dann ihre Vorgehensweise ändern. In diesem Jahr haben wir viele Lunten angezündet und in ein paar Jahren wird es knallen.“