ARS: geeignete Anwendungskriterien für die Lokalexzision beim Rektalkarzinom

  • Russo S & al.
  • Int J Radiat Oncol Biol Phys
  • 21.08.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Amerikanische Radium-Gesellschaft (ARS) hat geeignete Anwendungskriterien für die lokale Exzision beim Rektalkarzinom herausgegeben.

Warum das wichtig ist

  • Neoadjuvante Radiotherapie (RT) oder Chemoradiotherapie (CRT) können in manchen Fällen die Indikation für eine lokale Exzision erweitern.

Wesentliche Punkte

  • Eine lokale Exzision ist nur angezeigt bei Rektalkarzinomen im Stadium T1N0 ohne Hinweise auf ein erhöhtes Rezidivrisiko. Sie sollte von einer adjuvanten RT oder CRT begleitet werden, wenn ungünstige klinische oder pathologische Risikofaktoren vorhanden sind.
  • Bei Patienten, die sich einer lokalen Exzision von Rektalkarzinomen im Stadium T2N0 unterziehen, sollte wegen des höheren Risikos für Lymphknotenmetastasen eine adjuvante oder neoadjuvante Therapie erwogen werden.
  • MRT kann eingesetzt werden, um die Tumorresponse zu beurteilen und die Eignung für eine Operation nach neoadjuvanter Therapie beim Rektalkarzinom im Frühstadium zu bestimmen; diese Empfehlung wird jedoch zurückhaltend gegeben.
  • Bei Rektalkarzinomen im Stadium T3N0 sollte das Standardverfahren für eine kurative Zielsetzung die totale mesorektale Exzision nach neoadjuvanter CRT sein. Neoadjuvante Therapie gefolgt von Restaging und lokaler Exzision wird wegen des hohen Risikos einer Lymphknotenbeteiligung und lokoregionaler Rezidive nicht empfohlen.
  • Ein abwartendes Verhalten wird bei Patienten, die eine komplette Response nach neoadjuvanter CRT erreicht haben, nicht empfohlen.