Apalutamid verzögert das Fortschreiten von metastatischem kastrationssensitiven Prostatakarzinom

  • Chi KN & al.
  • N Engl J Med
  • 31.05.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von Apalutamid zur Androgendeprivationstherapie (ADT) verbesserte bei Patienten mit metastasiertem, kastrationssensitiven Prostatakarzinom (CSPC) das radiologische progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) signifikant, ohne Erhöhung der Toxizität.
  • Der Überlebensvorteil wurde in allen Patientenuntergruppen beobachtet.

Warum das wichtig ist

  • Nach der Zulassung ist Apalutamid eine zusätzliche Option für dieses Setting.

Studiendesign

  • Doppelblinde Phase-III-Studie TITAN (Randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Phase-III-Studie zu Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie [ADT] versus ADT bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitiven Prostatakrebs [mHSPC]) mit 1.052 Patienten mit metastatischem CSPC, die nach dem Zufallsprinzip 1:1 einer Behandlung mit ADT entweder mit Apalutamid (240 mg/Tag) oder Placebo zugewiesen wurden.
  • Primäre Endpunkte: radiologisches PFS (Zeit bis zur Progression oder Tod) und OS.
  • Finanzierung: Janssen Research and Development.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle: 22,7 Monate.
  • Nach 24 Monaten zeigten die Patienten in der Apalutamid-Gruppe eine signifikante Verbesserung im:
    • radiologischen PFS (68,2 % vs. 47,5 %; HR: 0,48; p 
    • OS (82,4 % vs. 73,5 %; HR: 0,67; p = 0,005).
  • Die Zeit bis zur Einleitung einer zytotoxischen Chemotherapie war mit Apalutamid signifikant verbessert (HR: 0,39;
  • In der Apalutamid- vs. Placebogruppe lagen:
    • die Raten für unerwünschte Ereignisse von Grad 3–4 bei 42,2 % vs. 40,8 %.
    • die Raten für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei 19,8 % und 20,3 %.
    • die Raten Toxizitäts-bedingter unerwünschter Ereignisse bei 8,0 % vs. 5,3 %.
  • Ausschlag trat häufiger bei Patienten auf, die Apalutamid erhielten (27,1 % vs. 8,5 %).

Einschränkungen

  • Kleine Patientenuntergruppen.