Aortenstenose: früher Klappenersatz versus beobachtendes Abwarten


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Patienten mit schwerer asymptomatischer Aortenstenose könnten von einer aggressiven Strategie des frühzeitigen Klappenersatzes mehr profitieren als von einem konservativen Ansatz des beobachtenden Abwartens (Watchful Waiting), besagt eine neue Forschungsarbeit, die in Annals of Thoracic Surgery veröffentlicht wurde.

An der Studie nahmen 265 Patienten teil. Aortenklappenersatz (AKE) wurde bei 104 und beobachtendes Abwarten bei 161 Patienten empfohlen. Die Wahrscheinlichkeit eines operativen Eingriffs und die Sterbewahrscheinlichkeit ab dem Empfehlungsdatum wurden mit Hilfe eines Multistate-Modells geschätzt. Mit einer Cox-Regressionsanalyse wurden unabhängige Risikofaktoren für den Tod ermittelt.

Die Sterbewahrscheinlichkeit ein Jahr nach der Empfehlung betrug 5,2 % in der WW-Gruppe und 4,7 % in der AKE-Gruppe. Jedoch ergab die Studie, dass das Überleben in der Gruppe mit AKE-Empfehlung zwei Jahre nach der Empfehlung 92,5 % gegenüber 83,9 % in der WW-Gruppe betrug (p = 0,044). Operative Eingriffe waren unabhängig mit einem höheren Überleben in der Gruppe mit AKE-Empfehlung (Hazard-Ratio [HR]: 0,17; p = 0,038) und in der WW-Gruppe (HR: 0,39; p = 0,044) assoziiert. 

Während die Studie einen „sicheren“ Zeitraum für WW für bis zu ein Jahr aufzeigte, weisen die Daten nach zwei Jahren den Autoren zufolge darauf hin, dass eine frühzeitige AKE von Nutzen ist.