Aortenstenose: Bikuspidale Klappe mit ungünstigem/r Remodeling/Herzfunktion verknüpft

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  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Unter den Patienten mit schwerer isolierter Aortenstenose (AS) weisen diejenigen mit einer bikuspiden gegenüber solchen mit einer trikuspiden Aortenklappe eine schlechtere präoperative linksventrikuläre (LV) Funktion und höhere postoperative Hospitalisierungsraten aufgrund einer Herzinsuffizienz (HI) auf.
  • Die Autoren schlagen bei Patienten mit bikuspider Aortenklappe eine zusätzliche Überwachung und Studien zu frühzeitigeren Interventionen vor.

Warum das wichtig ist

  • Eine AS bei bikuspider Aortenklappe tritt in der Regel bei jüngeren Patienten auf als eine AS bei trikuspider Aortenklappe.
  • Wie sich bei diesen beiden Untergruppen die Ergebnisse des präoperativen LV-Remodelings und die postoperativen Ergebnisse unterscheiden, war unklar.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bikuspide Klappe (n = 152) vs. trikuspide Klappe (n = 119), präoperativ:
    • höherer LV-Massenindex (LVMI): 134 vs. 104 g/m2 (p < 0,001)
    • höhere Prävalenz einer LV diastolischen Dysfunktion: 72 % vs. 44 % (p < 0,001)
    • reduzierte LV Ejektionsfraktion (EF): 55 % vs. 60 % (p < 0,001)
    • beeinträchtigter globaler longitudinaler Strain (p < 0,001)
    • höherer Spiegel des B-Typ natriuretischen Peptids (p = 0,007)
    • höhere Prävalenz präoperativer Behandlungen mit Levosimendan (p < 0,001)
  • Der LVMI und die LVEF waren bei Patienten mit bikuspider Klappe, jedoch nicht bei Patienten mit trikuspider Klappe verknüpft.
  • Bikuspide Klappe vs. trikuspide Klappe, postoperativ:
    • mehr inotrope Unterstützung (p < 0,001)
    • höhere kumulative Inzidenz HI-bedingter Hospitalisierungen: 28,2 % vs. 10,6 %, 6 Jahre nach der Operation (p = 0,004)
    • kein Unterschied beim Überleben

Studiendesign

  • Prospektive Kohortenstudie mit Patienten mit AS bei bikuspider Aortenklappe oder bei trikuspider Aortenklappe, bei denen ein operativer Aortenklappenersatz geplant war (n = 271).
  • Alle wurden einer präoperativen Echokardiographie unterzogen.
  • Ergebnis: postoperative HI-bedingte Hospitalisierung
  • Finanzierung: Schwedische gemeinnützige und staatliche Finanzierungsquellen

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie
  • Mechanismus ungewiss