Aortenklappen-Stenose: 5-Jahres-Daten zum Katheter-gestützten Eingriff publiziert

  • New England Journal of Medicine

  • von Dr. med. Thomas Kron
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaften

Die Ergebnisse der Katheter-gestützten Aortenklappen-Implantation sind auch langfristig gut, wie Fünfjahres-Daten der PARTNER 2A-Studie zeigen. 

Hintergrund

Die Katheter-gestützte Klappen-Implantation bei Patienten mit symptomatischer Aortenklappen-Stenose ist heute ein etabliertes Verfahren. Ein Argument, das oft gegen diese Therapie vorgebracht wurde, lautete, dass anders als bei der konventionellen operativen Methode bei der minimal-invasiven Technik Langzeit-Erfahrungen fehlten. Die PARTNER 2A-Studie hat nun 5-Jahres-Daten geliefert.

Design

An der randomisierten Multicenter-Studie nahmen 2032 Patienten mit schwerer Aortenklappen-Stenose und mittlerem Operations-Risiko teil. Die im Mittel knapp 82 Jahre alten Patienten (rund 46 Prozent Frauen) erhielten neue Aortenklappen, die entweder (meist transfemoral, aber auch transthorakal) per Katheter (n = 1011) oder konventionell operativ implantiert wurden.

Die Beobachtungszeit betrug fünf Jahre. Der primäre Endpunkt war Tod oder ein Schlaganfall mit Behinderung als Folge.

Hauptergebnisse

  • Die 5-Jahres-Kombinationsrate für Schlaganfall oder Tod betrug in der Katheter-Gruppe 47,9 Prozent und in der Operations-Gruppe 43,4 Prozent. Der Unterschied war statistisch nicht signifikant (Hazard Ratio 1,09; 95% Konfidenz-Intervall 0,95 - 1,25, p = 0,21).
  • Paravalvuläre Lecks waren nach einem Katheter-Eingriff häufiger als nach einem operativen (33,3 versus 6,3 Prozent). 
  • In der Katheter-Gruppe gab es auch mehr Rehospitalisierungen (33,3 versus 25,2 Prozent) und mehr Reinterventionen an der Aortenklappe (3,2 versus 0,8 Prozent).

Klinische Bedeutung

Die Daten der Studie stärken die Position der Katheter-gestützten Aortenklappen-Implantation als Methode der Wahl bei Patienten mit mittlerem bis hohem Operationsrisiko. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in dieser PARTNER-Studie noch nicht das neue Klappen-System Sapien 3 des Unternehmens Edwards Lifesciences verwendet wurde. Inzwischen liegen mit diesem System Einjahres-Daten vor. Sie zeigen, dass der Katheter-gestützte Aortenklappen-Eingriff auch eine Option für Patienten mit niedrigem Operationsrisiko ist.

Finanzierung: Edwards Lifesciences