Antibiotika-Resistenzen bei Zoonose-Erregern nehmen in Europa zu, bestätigt ein neuer Bericht


  • Priscilla Lynch
  • Medical News
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Antibiotika zur Therapie von Zoonosen wie Campylobacteriose und Salmonellose verlieren zunehmend an Wirkung, bestätigen neue Daten vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit ( European Food Safety Authority, EFSA). 

Der gemeinsame Bericht legt Daten von 2017 aus 28-EU-Mitgliedsstaaten zu Menschen, Schweinen und unter einjährigen Kälbern vor; er zeigt, dass sich der in früheren Studien festgestellte Trend zu mehr Antibiotika-Resistenzen fortsetzt.

Bei Salmonellen von Menschen und bei Salmonellen- sowie E.coli-Isolaten von Mastschweinen und Kälbern waren große Anteile der Isolate resistent gegen Ampicillin, Sulfonamide und Tetracycline, wohingegen Resistenzen gegen Cephalosporine der 3. Generation selten waren.

Bei Campylobacter von Menschen war ein hoher bis extrem hoher Anteil der Isolate resistent gegen Ciprofloxacin und Tetracycline; dies traf vor allem auf Campylobacter coli (C.coli) zu. In fünf Ländern waren hohe bis extrem hohe Anteile von C. coli des Menschen resistent gegen Erythromycin, so dass es nur noch wenige Optionen zur Therapie schwerer Campylobacter-Infektionen gab.

Eine kombinierte Resistenz gegen äußerst wichtige Antibiotika bei Isolaten von Menschen und Tieren war insgesamt selten; es wurden jedoch sehr starke bis extrem starke Multiresistenzen von S.Typhimurium und seiner monophasischen Variante bei Menschen und Tieren festgestellt. S.Kentucky von Menschen zeigte eine hohe Resistenz gegen Ciprofloxacin und einen großen Teil der Extended-Spektrum-Betalaktamasen (ESBL).