Ansicht des American College of Physicians zu widersprüchlichen Leitlinien für Brustkrebs-Screening

  • Qaseem A & al.
  • Ann Intern Med
  • 10.04.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Das American College of Physicians (ACP) hat einen Leitfaden zum Brustkrebs-Screening für Frauen mit durchschnittlichem Risiko herausgegeben.
  • Generell sprechen sie sich für weniger Screenings aus, besonders bei Frauen im Alter von 40–49 Jahren und ≥ 75 Jahren.

Warum das wichtig ist

Studiendesign

  • Ein Arbeitsausschuss des ACP überprüfte die anderen Leitlinien und die Evidenz, auf die sie sich stützten.
  • Zur Beurteilung der Qualität der Leitlinien wurde das System zur Begutachtung von Leitlinien für Forschung und Evaluierung II (AGREE II) herangezogen.
  • Für Punkte mit widersprüchlichen Aussagen in mehreren Leitlinien steht nun ein Leitfaden zur Verfügung.

Wesentliche Ergebnisse

  • Er bezieht sich auf Frauen mit durchschnittlichem Risiko (schließt Frauen mit dichten Brüsten ein und solche mit persönlicher Brustkrebsvorbelastung, vorheriger Hochrisiko-Läsion oder Trägerinnen von BRCA-Mutationen aus).
  • Die 4 Empfehlungen sind:
    • Frauen im Alter von 40–49 Jahren: Die Nutzen und Risiken einer Mammographie sollten besprochen und darauf hingewiesen werden, dass die potenziellen Gefahren den Nutzen überwiegen (z. B. eine Rate von 19,7 %–42 % von Falsch-Positivbefunden in 10 Jahren).
    • Alter von 50–74 Jahren: alle zwei Jahre eine Mammographie anbieten.
    • Alter von ≥ 75 Jahren, wenn die Lebenserwartung bei ≤ 10 Jahren liegt: Screenings beenden.
    • Über alle Altersgruppen hinweg: keine klinischen Brustuntersuchungen als Screeningmethode einsetzen.

Einschränkungen

  • Es wurde keine Überprüfung der Literatur durchgeführt.