Anaplastische Lymphomkinase-positives nichtkleinzelligen Lungenkarzinom: Frontlinie mit Alectinib in reinasiatischer Studie besser als Crizotinib

  • Zhou C & al.
  • Lancet Respir Med
  • 10.04.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Frontlinientherapie mit Alectinib sorgte in einer Studie von asiatischen Patienten mit ALK(anaplastische Lymphomkinase)-positivem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) für ein überlegenes progressionsfreies Überleben (PFS) und eine bessere objektive Ansprechrate (ORR) als Crizotinib.

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste Studie zum Vergleich von Alectinib mit einer Dosis von zweimal täglich 600 mg, mit Crizotinib bei ALK-positivem NSCLC in einer rein asiatischen Kohorte.
  • In der vorhergehenden Studie, ALEX (Randomisierte, multizentrische, offene Phase-III-Studie zu Alectinib versus Crizotinib bei bisher nicht behandeltem ALK-positiven, nichtkleinzelligen Lungenkarzinom) wurden die 2 Therapien in einer Subgruppe von japanischen Patienten miteinander verglichen, aber die Alectinib-Dosis lag hier bei zweimal täglich 300 mg.

Studiendesign

  • Internationale, randomisierte, offene Phase-III-Studie, ALESIA (Randomisierte, multizentrische, offene Phase-III-Studie zu Alectinib versus Crizotinib bei asiatischen Patienten mit behandlungsnaivem, ALK-positiven, fortgeschrittenen nichtkleinzelligem Lungenkarzinom).
  • 187 Patienten mit ALK+ NSCLC im Stadium IIIB/IV erhielten Alectinib (n = 125) oder Crizotinib (n = 62).
  • Finanzierung: F. Hoffmann-La Roche.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das PFS war signifikant länger mit Alectinib als mit Crizotinib (HR laut Beurteilung des Prüfarztes: 0,22 [p 
  • Alectinib sorgte für eine höhere objektive Ansprechrate (91 % vs. 77 %; p = 0,0095) und eine längere Ansprechdauer (HR: 0,22; p 
  • Alectinib senkte im Vergleich zu Crizotinib das Risiko für einen Befall der Krankheit im Zentralnervensystem (ZNS), wenn sich nicht schon vorher ZNS-Metastasen gebildet hatten (ursachenspezifische HR: 0,14; 95 %-KI: 0,60–0,30).
  • Unerwünschte Ereignisse (UE) von Grad 3–5 (48 % bzw. 29 %), und schwerwiegende UE (26 % vs. 15 %) traten häufiger unter Crizotinib auf.

Einschränkungen

  • Offene Studie mit unreifen OS-Daten.