Analkarzinom: tiefe regionale Hyperthermie verbessert Überlebenschancen

  • Ott OJ & al.
  • Strahlenther Onkol
  • 02.11.2018

  • von David Reilly
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Plattenepithelkarzinom des Anus war die Zugabe einer tiefen regionalen Hyperthermie zur konventionellen Radiochemotherapie (RCT) mit 5-Fluorouracil (5-FU) und Mitomycin C (MMC) mit signifikanten Verbesserungen im Überleben assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • 20 %–30 % der Patienten in diesem Setting erleiden ein Lokalrezidiv mit der konventionellen Therapie.

Studiendesign

  • Studie zum Vergleich der Ergebnisse bei 112 Patienten mit Plattenepithelkarzinom des Anus.
  • Alle Patienten erhielten eine RCT mit 5-FU und MMC; 50 Patienten erhielten zudem eine tiefe regionale Hyperthermie während der RCT (HRCT-Gruppe).
  • Medianes Alter: 58 (Bereich: 26–82) Jahre.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach 5 Jahren:
    • 74,5 % Gesamtüberleben (OS) mit einer RCT vs. 95,8 % mit einer HRCT (p = 0,045).
      • HR für OS: 0,25; 95 %-KI: 0,07–0,92; p = 0,036.
    • 70,4 % krankheitsfreies Überleben (DFS) mit einer RCT vs. 89,1 % mit einer HRCT (p = 0,027).
      • HR für DFS: 0,45; 95 %-KI: 0,16–1,30; p = 0,014.
    • 78,7 % lokalrezidivfreies Überleben (LRFS) mit einer RCT vs. 97,7 % mit einer HRCT (p = 0,006).
      • HR für LRFS: 0,14; 95 %-KI: 0,02–1,09; p = 0,06.
    • 69,0 % Kolostomie-freies Überleben mit einer RCT vs. 87,7 % mit einer HRCT (p = 0,016).
  • Kein signifikanter Unterschied in der Inzidenz unerwünschter Ereignisse von Grad 3–4 zwischen den Behandlungsgruppen, mit Ausnahme der Hämatotoxizität (p = 0,03).

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.