AML: Warum erleiden Patienten nach einer Allo-SZT ein Rezidiv?

  • Christopher MJ & al.
  • N Engl J Med
  • 31.10.2018

  • von David Reilly
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML), die nach einer allogenen Stammzellentransplantation (Allo-SZT) ein Rezidiv erleiden, deckte eine RNA-Analyse die Herunterregulierung wichtiger Signalwege des Immunsystems auf, unter anderem für die T-Zellaktivierung und Antigenpräsentation.

Warum das wichtig ist

  • Patienten mit AML, die sich einer Allo-SZT unterziehen, erleiden häufig ein Rezidiv.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung der zugrundeliegenden genetischen/epigenetischen Veränderungen bei Patienten mit AML, die nach einer SZT ein Rezidiv erlitten.
  • Stichprobe: 15 Patienten mit AML, die nach einer SZT ein Rezidiv erlitten und 20 Vergleichspatienten, die nach einer Chemotherapie allein ein Rezidiv hatten.
  • Finanzierung: National Cancer Institute; Leukemia and Lymphoma Society; Genomics of Acute Myeloid Leukemia Program; Barnes-Jewish Hospital Foundation; Specialized Program of Research Excellence in Acute Myeloid Leukemia.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die in den AML-Zellen vorzufindenden Mutationen bei einem Rezidiv nach der Transplantation glichen denen bei Erstpräsentation und denen von Patienten, die nach einer reinen Chemotherapie ein Rezidiv erlitten.
  • Die RNA-Sequenzierung von Proben nach einem Rezidiv nach der Transplantation deckten eine Herunterregulierung in folgenden Genen auf:
    • wichtige Gene des Haupthistokompatibilitätskomplexes der Klasse II (MHC II).
    • dem Gen, das für CD86 kodiert (kostimulierendes Protein für die T-Zellaktivierung).
    • 4 von 7 Proben wiesen eine geringere Expression eines Haupttranskriptionsregulators von MHCII-regulierenden Genen auf.

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.