AML: sofortige Reinduktion ohne Vorteil bei Patienten mit unbestimmten Knochenmarksergebnissen am Tag 14

  • Jamy O & al.
  • Clin Lymphoma Myeloma Leuk
  • 28.09.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML), bei denen die Ergebnisse im Knochenmark (KM) am Tag 14 in Bezug auf das Ansprechen auf eine Induktionstherapie uneindeutig waren, erzielte eine sofortige Reinduktion hinsichtlich des Gesamtansprechens, des medianen Gesamtüberlebens (OS) oder des rezidivfreien Überlebens (RFS) keinen signifikanten Vorteil gegenüber einer Beobachtung.

Warum das wichtig ist

  • 10–40 % der Patienten erreichen unter diesen Bedingungen keine Komplettremission mit einer anthracyclinhaltigen Induktionstherapie.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung einer Beobachtung (n = 25) vs. sofortiger Reinduktion (n = 25) bei 50 Patienten mit neu diagnostizierter AML, die an ihrem Tag-14-Scan uneindeutige KM-Ergebnisse bezüglich des Ansprechens auf die Induktionstherapie aufwiesen.
  • Medianes Alter der Patienten: 57 Jahre (Bereich: 19–73 Jahre).
  • 48 % jeder Gruppe wiesen aufgrund zytogenetischer und molekularer Auffälligkeiten eine Erkrankung mit hohem Risiko auf.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen bei:
    • Gesamtansprechen: 80 % in beiden Gruppen (p = 1,0)
    • medianem OS: 13 Monate mit Reinduktion vs. 21 Monate unter Beobachtung (p = 0,88)
    • RFS: 13 Monate mit Reinduktion vs. 33 Monate unter Beobachtung (p = 0,53)

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.