Ambulant erworbene Pneumonie bei Kindern: Kurzzeit- vs. Langzeit-Antibiotikatherapie

  • Kuitunen I & al.
  • Clin Infect Dis

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Eine Metaanalyse stellt fest, dass eine kurze Antibiotikabehandlung (3–5 Tage) bei ambulant behandelten Kindern (Alter: ≥ 6 Monate) mit ambulant erworbener Pneumonie (CAP) nicht häufiger erfolglos ist als eine längere Behandlung (7–10 Tage).
  • Es wurde zwischen den Gruppen kein Unterschied in Bezug auf die Unbedenklichkeit beobachtet.
  • Die Ergebnisse gelten nur für Länder mit hohem Einkommen.

Warum das wichtig ist

  • Eine CAP tritt in westlichen Ländern jährlich bei 0,3–1,5 % der Kinder auf.
  • Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die aktuellen internationalen Leitlinien (7–10 Tage Amoxicillin, unabhängig von der Ätiologie) zugunsten der kurzen Antibiotikabehandlung geändert werden sollten.
  • Kurzzeit-Behandlungen tragen dazu bei, die Entwicklung einer Antibiotikaresistenz zu vermeiden.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 4 randomisierten klinischen Studien (RCTs; n = 1.541) nach einer Suche in den Datenbanken PubMed, Scopus und Web of Science.
  • RCT aus Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen wurden ausgeschlossen.
  • Primärer Endpunkt: Risikodifferenz bei den Raten an Behandlungsversagen (definiert als Notwendigkeit einer erneuten Behandlung oder einer Hospitalisierung innerhalb von 1 Monat).
  • Finanzierung: keine

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei der Häufigkeit des Behandlungsversagens (7,9 % mit Kurzzeit- vs. 8,0 % mit Langzeit-Antibiotikatherapie; Risikodifferenz: -0,00 %; 95 %-KI: -0,03 % bis 0,02 %)
  • Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei den unerwünschten Ereignissen (Risikodifferenz: -0,00 %; 95 %-KI: -0,05 % bis 0,05 %)

Einschränkungen

  • Kleine Anzahl an RCTs und Teilnehmern