Alpelisib verzögert Progression bei PIK3CA+, fortgeschrittenem Brustkrebs

  • André F & al.
  • N Engl J Med
  • 16.05.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die zusätzliche Verabreichung des PI3Kα-spezifischen Inhibitors, Alpelisib, zu Fulvestrant verlängert bei hormonrezeptorpositivem (HR+), HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2)-negativen (HER2-), fortgeschrittenen oder metastatischen Brustkrebs mit PIK3CA-Mutationen das progressionsfreie Überleben (PFS).
  • Patienten ohne PIK3CA-Mutationen zogen keinen Nutzen daraus.

Warum das wichtig ist

  • PIK3CA-Mutationen treten häufig auf und betreffen 40 % der Patienten mit HR+/HER2- fortgeschrittenen Brustkrebs.
  • Alpelisib könnte eine neue Behandlungsoption für Patienten mit PIK3CA-Mutationen werden.

Studiendesign

  • Randomisierte Phase-III-Studie SOLAR-1, (Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie zu Alpelisib in Kombination mit Fulvestrant für Männer und postmenopausale Frauen mit HR-positivem, HER2-negativen fortgeschrittenen Brustkrebs, die unter oder nach einem Aromataseinhibitor einen Krankheitsprogress erlitten hatten) (n = 572) zum Vergleich von Fulvestrant (500 mg, alle 28 Tage und einmal an Tag 15) mit Alpelisib (orale Dosis mit 300 mg/tägl.) oder Placebo bei fortgeschrittenem HR+/HER2- Brustkrebs in Frauen und Männern, die vorher eine Hormontherapie erhalten hatten.
  • 2 Kohorten wurden randomisiert: Patienten mit und Patienten ohne PIK3CA-Mutationen.
  • Finanzierung: Novartis Pharmaceuticals.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kohorte mit PIK3CA-Mutationen:
    • Die Alpelisib-Gruppe wies bei einer medianen Verlaufskontrolle von 20,0 Monaten ein längeres progressionsfreies Überleben (PFS; 11,0 vs. 5,7 Monate in der Placebogruppe) nach Adjustierung auf (HR: 0.65; p 
  • Kohorte ohne PIK3CA-Mutationen:
    • Die Alpelisib-Gruppe hatte ein nichtsignifikant längeres PFS (7,4 bzw. 5,6 Monate) nach Adjustierung (HR: 0,85; 95 %-KI: 0,58–1,25); wobei die A-posteriori-Wahrscheinlichkeit für eine HR von
  • Mit Alpelisib behandelte Patienten hatten eine höhere Abbruchrate (25,0 % vs. 4,2 %), hauptsächlich aufgrund von Hyperglykämie (6,3 %) und Ausschlag (3,2 %).

Einschränkungen

  • Hohe Abbruchrate bei Alpelisib-Empfängern.