Allgemeinärzte aufgefordert, Einfluss auf Politiker bezüglich der Situation in Syrien zu nehmen


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Die World Organization of National Colleges, Academies and Academic Associations of General Practitioners/Family Physicians (WONCA) hat ihre Mitglieder aufgefordert, Einfluss auf ihre lokalen Politiker und Repräsentanten zu nehmen, „um zu versuchen, die entsetzliche humanitäre Situation zu beenden“, die in der syrischen Region Ost-Ghouta herrscht.

In einer Stellungnahme sagte Dr. Garth Manning, Chief Executive Officer der Organisation, er sowie auch der Präsident und Vorstand der Organisation seien sehr besorgt über die eskalierende Situation und der Meinung, sie könnten nicht länger untätig zusehen, ohne ihrer Besorgnis Ausdruck zu verleihen.

„WONCA hat mit tiefer Besorgnis die eskalierenden Probleme in Syrien zur Kenntnis genommen, und besonders die Auswirkungen auf Ost-Ghouta, erkennt die verzweifelte Situation der Menschen, einschließlich des medizinischen Personals, in der Region an und fordert ihre Mitglieder dringend auf, ihre jeweils politisch Verantwortlichen dazu anzuhalten, die Menschenrechte zu achten, Zugang zu Gesundheitsversorgung über eine echte Waffenruhe zu gewähren und die Feindseligkeiten zu beenden“, sagte er.

Der Handlungsaufruf erfolgte auf die Veröffentlichung neuer Daten seitens der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ hin, die von Krankenhäusern und Kliniken in Syriens belagerter Enklave Ost-Ghouta erfasst worden waren. Daraus geht hervor, dass vom 18. Februar bis zum Abend des 3. März 2018 jeden Tag durchschnittlich 344 Personen verwundet wurden und 71 starben.