Alleinsein tut im Alter mehr weh als körperliche Beschwerden


  • Susanne Kressenstein
  • Medizinische Nachrichten
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Vor allem die psychosozialen Faktoren sind es, welche die Lebensqualität im Alter stark beeinflussen, so das Ergebnis einer Studie, die sich mit dem Wohlbefinden von älteren Menschen beschäftigte. Dabei zeigte sich, dass vor allem Depressionen und Angststörungen die Lebensqualität verringern. Aber auch Dinge wie Geldsorgen und Schlafstörungen haben einen Einfluss auf das persönliche Befinden. Körperliche Gebrechen hingegen spielen eine untergeordnete Rolle, wenn es um die Frage nach dem Wohlbefinden geht.

Bei Frauen spielt die Einsamkeit eine große Rolle. Frauen, die alleine lebten, wenig soziale Kontakte hatten und kaum am gesellschaftlichen Leben teilnahmen, zeigten sich als deutlich unglücklicher als Frauen, die zusammen mit einem Partner im Haushalt lebten.

Die Forscher bestimmten das „Well-being“ ihrer Probanden mittels eines fünfteiligen Fragebogens der Weltgesundheitsorganisation, dessen Auswertung Werte von 0 bis 100 zulässt (WHO-5-Wohlbefindens-Index). Zur Auswertung teilten sie die Daten der Teilnehmer in ‚hoch‘ (Index > 50) und ‚niedrig‘ (Index ≤ 50) ein. Rund acht von zehn der Befragten sind laut der erhobenen Daten relativ glücklich. 24 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer befanden sich allerdings in der „niedrig“-Gruppe und gehören damit in die Gruppe derer die sich nicht in ihrer Haut wohlfühlen.