ALL im Kindesalter: RCT bei Überlebenden mit Veränderungen in der weißen Hirnsubstanz verknüpft

  • Follin C & al.
  • Acta Oncol
  • 12.02.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Behandlung einer akuten lymphatischen Leukämie (ALL) mit Radiotherapie des Gehirns (CRT) und Chemotherapie ist mit Veränderungen in der weißen Substanz (WM) des Gehirns assoziiert, was zu kognitiven Defekten führen könnte.

Warum das wichtig ist

  • Überlebende von ALL im Kindesalter, die mit einer CRT behandelt wurden, tragen ein erhöhtes Risiko für langfristige kognitive Störungen und hormonelle Defizite.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung der kognitiven Störungen und Identifizierung von Veränderungen in der WM bei 38 Überlebenden von ALL im Kindesalter, die mit einer CRT behandelt wurden, vs. 29 Kontrollpatienten.
  • Mediane Zeit seit der CRT: 34 (Bereich: 23–42) Jahre; medianes Alter bei Untersuchung: 38 (Bereich: 27–46) Jahre.
  • Metriken/Tests: Parameter der Diffusions-Tensor-Bildgebung (DTI) und Diffusions-Kurtosis-Bildgebung (DKI), neurokognitive Tests.
  • Finanzierung: Swedish Childhood Cancer Foundation, Crafoord Foundation.

Wesentliche Ergebnisse

  • ALL-Überlebende hatten signifikant niedrigere Scores im Vokabular, Gedächtnis, Lernkapazität, räumlichen Denken, exekutiver Funktion und Aufmerksamkeit (p 
  • Die Überlebenden zeigten DKI- und DTI-Parameter in der Commissura fornicis, im Fasciculus uncinatus und der dorsalen und ventralen Gyrus cinguli (p 
  • Veränderungen in den DKI- und DTI-Parametern deuten auf einen neuronalen und axonalen Schaden hin und waren mit Beeinträchtigungen im episodischen verbalen Gedächtnis und episodischen visuellen Gedächtnis assoziiert.

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.