Alkoholkonsum zu selten als Risikofaktor für Brustkrebs erkannt

  • Sinclair J & al.
  • BMJ Open
  • 17.06.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Nur 20 % der Patientinnen und 52 % der medizinischen Fachkräfte von Mammografie- und Brustkliniken identifizieren Alkoholkonsum als Risikofaktor für Brustkrebs.
  • Fast alle Patientinnen und medizinischen Fachkräfte sind der Meinung, dass zusätzliche auf Alkohol fokussierte Präventivmaßnahmen Patientinnen nicht von der Teilnahme an einer Mammographieuntersuchung oder einem Besuch in der Brustklinik abhalten würden.

Warum das wichtig ist

  • Auf Alkohol abzielende präventive Interventionen sollten durch das Personal in Mammographie- und Brustkliniken erfolgen.

Studiendesign

  • Studie mit gemischter Methode bestehend aus Umfragen (n = 205 Patientinnen und 33 medizinische Fachkräfte) zu Brustkrebsrisikofaktoren und dem Wissen über den Alkoholgehalt plus 5-Fokusgruppen mit Patientinnen (Mammografie- und Brustkliniken) und 8 semistrukturierte Interviews mit dem Personal an einer Klinik im Vereinigten Königreich.
  • Finanzierung: Der CRUK/BUPA-Stiftungsfond.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nur 19,5 % der Patientinnen und 52 % der medizinischen Fachkräfte identifizierten Alkoholkonsum als Risikofaktor für Brustkrebs.
  • 60 % aus der Mammografie-Gruppe und 73 % aus der Klinik-Gruppe gaben an Alkohol zu trinken; nur 57,9 % der Alkoholkonsumentinnen insgesamt gaben an, dass sie wussten, wie man den Alkoholgehalt von 4 häufig verzehrten alkoholischen Getränken schätzt.
  • 30,5 % der Patientinnen und 15 % der medizinischen Fachkräfte gaben an, dass Alkoholpräventionsprogramme Frauen eher dazu bewegen würden, eine Mammographie durchzuführen oder in die Brustklinik zu gehen, und 69,5 % der Patientinnen und 67 % der medizinischen Fachkräfte gaben an, dass sich solche Programme nicht auf die Teilnahme auswirken würden.

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.
  • Kleine Stichprobengröße der medizinischen Fachkräfte.