Aktualisierte EULAR-Leitlinien zu systemischem Lupus erythematodes


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Die Europäische Liga gegen Rheumatismus (EULAR) hat aktualisierte Leitlinien zum Management von systemischem Lupus erythematodes (SLE) veröffentlicht. Die neuen Empfehlungen bringen die Leitlinien aus dem Jahr 2007 auf den neuesten Stand.

Die wesentlichen Empfehlungen beinhalten:

  • Hydroxychloroquin (HCQ) für alle Patienten in Dosen ≤ 5 mg/kg tatsächliches Körpergewicht. 
  • Beschränkung von Glucocorticoiden (GC) auf
  • Bei fehlendem Ansprechen auf HCQ alleine oder zusammen mit GC oder bei Patienten, bei denen eine Reduzierung der GC-Dosis nicht möglich ist, Therapieergänzung mit Methotrexat, Azathioprin oder Mycophenolat.
  • Cyclophosphamid bei schwerem organ- oder lebensbedrohendem SLE oder als Notfalltherapie.
  • Bei fehlendem Ansprechen auf die Standardbehandlung die Zusatzgabe von Belimumab in Betracht ziehen.
  • Bei einer organbedrohenden Erkrankung, die refraktär gegenüber standardmäßigen Immunsuppressiva ist, oder bei Unverträglichkeit/Kontraindikationen gegen diese Wirkstoffe Rituximab in Betracht ziehen.
  • Für die Hauterkrankung topische Wirkstoffe (GC, Calcineurininhibitoren), Malariamedikamente (HCQ, Quinacrin) und/oder ein systemisches GC als Erstlinienbehandlung. 
  • In Fällen von Nicht-Ansprechen Methotrexat, Retinoide, Dapson oder Mycophenolat in Betracht ziehen.
  • GC/Immunsuppressiva gegen SLE-assoziierte neuropsychiatrische Erkrankungen oder Thrombozytenaggregationshemmer/Antikoagulanzien bei atherothrombotischen/Antiphospholid-Antikörper(aPL)-assoziierten Manifestationen.
  • Bei Nierenerkrankung Mycophenolat oder niedrig dosiertes i.v. Cyclophosphamid als Erstlinienbehandlung.
  • Hoch dosiertes Cyclophosphamid für Patienten mit hohem Risiko von Nierenversagen.
  • Hoch dosiertes GC (einschließlich Pulsen von intravenösem [i.v.] Methylprednisolon) und/oder i.v. Immunglobulin zur Akutbehandlung von Lupus-Thrombozytopenie.
  • Ritaximab oder Cyclophosphamid bei refraktären Fällen in Betracht ziehen.
  • Patienten mit Hochrisiko-aPL und Antiphospholipid-Syndrom können eine primäre Prophylaxe mit Thrombozytenaggregationshemmern erhalten.