Aktualisierte EULAR-Leitlinie für das Behçet-Syndrom


  • Dawn O'Shea
  • Medizinische Nachrichten
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Die Europäische Liga gegen Rheumatismus (EULAR) hat aktualisierte Empfehlungen zur Behandlung des Behçet-Syndrom (BS) veröffentlicht.

Die aktualisierte Leitlinie beinhaltet fünf übergeordnete Prinzipien und zehn Empfehlungen zur medizinischen Behandlung von mukokutaner, Gelenk-, Augen-, vaskulärer, neurologischer und gastrointestinaler Beteiligung. Eine der Änderungen ist eine neue Empfehlung zur chirurgischen Behandlung des Syndroms mit vaskulärer Beteiligung.

Für die Behandlung von Aneurysmen der Pulmonalarterie werden hohe Dosen von Glukokortikoiden und Cyclophosphamid empfohlen. Bei refraktärer Erkrankung sollte die Anwendung monoklonaler TNF-Antikörper in Betracht gezogen werden. Bei Patienten, die starke Blutungen haben oder diesbezüglich gefährdet sind, wird eine Embolisation gegenüber einer offenen Operation bevorzugt.

Der EULAR zufolge sei bei Aneurysmen einer peripheren Arterie oder der Aorta vor einer Intervention zu deren Reparatur eine medikamentöse Behandlung mit Cyclophosphamid und Kortikosteroiden notwendig. In den Leitlinien wird empfohlen, bei symptomatischen Patienten einen operativen Eingriff oder eine Stentimplantation zeitnah durchzuführen.

Basierend auf Sicherheit und guter Verträglichkeit von Colchicin empfiehlt die EULAR, disen Wirkstoff zuerst bei Patienten anzuwenden, bei denen nur Haut und Schleimhäute betroffen sind. Außerdem solle jeder Patient mit einer Entzündungskrankheit der Augen im hinteren Segment ein Behandlungsregime mit z. B. Azathioprin, Cyclosporin-A, Interferon-alpha oder monoklonalen TNF-Antikörpern erhalten.

Die Empfehlungen wurden in Annals of the Rheumatic Diseases veröffentlicht.