Aktualisierte EULAR-Empfehlungen für Großgefäßvaskulitis


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Die Europäische Liga gegen Rheumatismus (EULAR) hat aktualisierte Empfehlungen für das Management von Großgefäßvaskulitis (GGV) herausgebracht.

Die wesentlichen Empfehlungen beinhalten:

  • Patienten mit Anzeichen und Symptomen, die auf Riesenzellarteriitis (RZA) oder Takayasu-Arteriitis (TAK) hindeuten, sollten dringend an ein Spezialistenteam überwiesen werden.
  • Eine Großgefäßvaskulitis (GGV) sollte durch Bildgebung oder Histologie bestätigt werden.
  • Sofortige Einleitung der Behandlung mit Glukokortikoid (40–60 mg/Tag Prednison-Äquivalent) zur Remissionsinduktion bei aktiver RZA oder TAK. Ausschleichen auf 15–20 mg/Tag innerhalb von zwei bis drei Monaten und ≤ 5 mg/Tag (RZA) bzw. ≤ 10 mg/Tag (TAK) nach einem Jahr.
  • Zusatztherapie mit Tocilizumab und Methotrexat bei refraktärer/rezidivierender RZA.
  • Kombination von nicht-biologischen krankheitsmodifizierenden Wirkstoffen mit Glukokortikoid bei allen Patienten mit TAK. Behandlung mit Tocilizumab oder TNF-Inhibitoren bei rezidivierender/refraktärer TAK trotz konventioneller krankheitsmodifizierender Antirheumatika.
  • Bei einem schweren Rezidiv (Ischämie oder progressive Entzündung der Gefäße) Wiedereinführung/Dosissteigerung des GK wie bei Neuauftreten der Erkrankung.
  • Bei kleineren Schüben die Glukokortikoid-Dosis mindestens bis zur letzten wirksamen Dosis erhöhen. Einleitung/Modifizierung der Zusatztherapie bei rezidivierenden Schüben in Betracht ziehen. 
  • Der routinemäßige Einsatz einer Therapie mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulanzien wird nicht mehr empfohlen, außer sie ist aus anderen Gründen indiziert.
  • Elektive endovaskuläre Interventionen oder rekonstruktive operative Eingriffe sollten in Phasen der stabilen Remission erfolgen. Eine arterielle Gefäßdissektion oder kritische vaskuläre Ischämie erfordert die dringende Überweisung an ein vaskuläres Team.