Aktive Überwachung beim lokal begrenzten Prostatakarzinom mit mittlerem Risiko

  • Baboudjian M & al.
  • Eur Urol Oncol

  • Petra Kittner
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Die aktive Überwachung ist bei unselektierten Patienten mit Prostatakarzinom und mittlerem Risiko im Vergleich zu Patienten mit niedrigem Risiko mit einem signifikant höheren Risiko für Metastasierung und krebsbedingte Mortalität verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Patienten mit mittlerem Risiko im Vergleich zu jenen mit niedrigem Risiko eine aggressivere Erkrankung aufweisen, nicht jedoch bei einem Gleason-Grad (GG) ≤2, weshalb die Auswahl von Patienten mit mittlerem Risiko optimiert werden muss.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 25 Studien mit 29.673 unselektierten Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom und mittlerem Risiko, die durch eine aktive Überwachung betreut wurden.
  • Finanzierung: European Association of Urology.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die gepoolte mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 5,1 Jahre.
  • Die 10-Jahres-Raten für behandlungsfreies, metastasenfreies, krebsspezifisches und Gesamtüberleben lagen zwischen 19,4% und 69%, 80,8% und 99%, 88,2% und 99% bzw. 59,4% und 83,9%.
  • Patienten mit mittlerem Risiko hatten ein signifikant höheres Risiko für:
    • Metastasierung (Risikoverhältnis [RR] 5,79; p<0,001).
    • Krebsbedingte Sterblichkeit (RR 3,93; p<0,001).
    • Gesamtmortalität (RR 1,44; p=0,005).
  • In einer Untergruppenanalyse von Patienten mit GG ≤2 unterschieden sich das behandlungsfreie Überleben (RR 1,03; p=0,91) und das metastasenfreie Überleben (RR 2,09; p=0,16) nicht signifikant zwischen Patienten mit niedrigem und mittlerem Risiko.

Einschränkungen

  • Heterogenität.