AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Ocriplasmin – neue Injektionslösung muss nicht mehr verdünnt werden


  • Bettina Martini
  • Arzneimittel-Updates
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Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) veröffentlicht einen Rote-Hand-Brief zu Ocriplasmin (Jetrea, ThromboGenics), um darauf aufmerksam zumachen, dass vor der Injektion der neuen 0,375 mg/0,3 ml Injektionslösung keine Verdünnung mehr erforderlich ist:

Ocriplasmin wird zur Behandlung der vitreomakulären Traktion (VMT), auch im Zusammenhang mit einem Makulaloch kleiner oder gleich 400 Mikrometer Durchmesser bei Erwachsenen angewendet. Es wird intravitreal injiziert.

Im Rote-Hand-Brief wird darüber informiert, dass Jetrea 0,375 mg/0,3 ml Injektionslösung eine neue Formulierung ist und das bisherige Jetrea 0,5 mg/0,2 ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung ersetzt. Diese neue Formulierung darf vor der Injektion nicht verdünnt werden.

Bei Verwendung der neuen Injektionslösung ist das Injektionsvolumen von 0,1 ml direkt aus der Durchstechflasche anzuwenden. Wird die neue Formulierung versehentlich verdünnt, führt dies dazu, dass Patienten nur die Hälfte der empfohlenen Dosis erhalten und somit keine ausreichende therapeutische Wirkung erreicht wird.