AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu liposomalem Irinotecan


  • Bettina Martini
  • Arzneimittel-Updates
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Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) veröffentlicht einen Rote-Hand-Brief zu liposomalem Irinotecan (Onivyde®, Servier) wegen des Risikos für Medikationsfehler aufgrund einer geänderten Bezeichnung der Stärke und Berechnung der Dosis:

Die Bezeichnung der Stärke von Onivyde wurde geändert. Es besteht das Risiko von Medikationsfehlern durch falsche Berechnung der Dosierung. Die Stärke von Onivyde wird jetzt als wasserfreies Irinotecan als freie Base (4,3 mg/ml) und nicht mehr als Irinotecan-Hydrochlorid x 3 H2O (5 mg/ml) ausgedrückt. Die empfohlene Anfangsdosis wird jetzt auf Grundlage von 70 mg/m2 Irinotecan als freie Base berechnet. Die Menge der Wirksubstanz in der Durchstechflasche bleibt unverändert.

Angewendet wird das Arzneimittel zur Behandlung des metastasierten Adenokarzinoms des Pankreas. Bei Verwendung des falschen Dosierungsalgorithmus kann die Dosierung um 16 % abweichen. Der klinische Effekt und die Sicherheit einer solchen falschen Dosierung sind derzeit nicht bekannt. Dem Rote-Hand-Brief sind Tabellen zur Umrechnung sowie weitere Informationen für Ärzte, Apotheker und Fachpersonal zu entnehmen.