AkdÄ: Information des BfArM zu Hydroxyethylstärke


  • Bettina Martini
  • Arzneimittel-Updates
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Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) veröffentlicht eine Information des BfArM zu Hydroxyethylstärke (HES) wegen des Risikos von Nierenschädigungen und tödlichen Verläufen – „Programm für den kontrollierten Zugang“:

Seit Mitte April dürfen nur akkreditierte Krankenhäuser/Zentren mit HES-haltigen Arzneimitteln beliefert werden. Voraussetzung für die Akkreditierung sind Pflichtschulungen für Angehörige der Heilberufe, die HES-haltige Arzneimittel verordnen oder anwenden. Auf dem Webportal https://academy.esahq.org/volumetherapy ist die für Deutschland geltende Onlineschulung verfügbar.

Das Programm für den kontrollierten Zugang ist Teil neuer risikomindernder Maßnahmen, auf welche im vergangenen Jahr in einem Rote-Hand-Brief hingewiesen wurde. Diese Maßnahmen wurden eingeführt, da die bestehenden Anwendungsbeschränkungen und Kontraindikationen bislang nicht vollständig beachtet wurden. So sollen HES-haltige Arzneimittel nur dann zur Behandlung von Hypovolämie bei akutem Blutverlust eingesetzt werden, wenn kristalloide Lösungen allein nicht ausreichend sind. Sie dürfen nicht bei Patienten mit Sepsis, Nierenfunktionsstörung oder bei kritisch kranken Patienten angewendet werden. Vollständige Verschreibungsinformationen sind den Fachinformationen zu entnehmen.