AkdÄ: Fallbericht einer Behandlung mit Dupilumab


  • Bettina Martini
  • Arzneimittel-Updates
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) veröffentlicht einen Fallbericht über ein schweres Rezidiv eines Morbus Crohn im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Dupilumab:

Die Patientin hatte zwar im Rahmen einer Studie eine höhere Dosierung von Dupilimumab als die jetzt zugelassene erhalten, die pathophysiologischen Überlegungen zum kausalen Zusammenhang zwischen Morbus Crohn und Dupilumab könnten jedoch auch für die bei atopischer Dermatitis zugelassene niedrigere Dosierung gelten.

Der monoklonale Antikörper Dupilumab wird angewendet zur Behandlung der atopischen Dermatitis und von Asthma. Er scheint in immunologische Prozesse einzugreifen, die für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) relevant sind: Die Unterdrückung der Th(T-Helfer-Zellen)2-Achse durch Dupilumab führt zu einer Verschiebung der zellulären Immunität hin zur Th1-Antwort. Insbesondere bei Patienten mit zusätzlichen Erkrankungen mit Th1-Dominanz wie z. B. entzündlichen Darmerkrankungen, aber möglicherweise auch Psoriasis vulgaris, Multipler Sklerose und rheumatoider Arthritis, sollte Dupilumab daher nur unter sehr sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.