AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Ulipristalacetat 5 mg Tabletten


  • Bettina Martini
  • Arzneimittel-Updates
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Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) veröffentlicht einen Rote-Hand-Brief zu Ulipristalacetat 5 mg Tabletten (Esmya, Gedeon Richter  und Generika): Nach Fallberichten schwerer Leberschäden (teilweise mit Notwendigkeit einer Transplantation) wurde die Anwendung eingeschränkt:

·         Ulipristalacetat 5 mg soll nur noch angewendet werden zur Intervalltherapie mittlerer bis starker Symptome durch Gebärmuttermyome bei Frauen, die die Menopause noch nicht erreicht haben und bei denen eine Embolisation von Gebärmuttermyomen und ein chirurgischer Eingriff nicht geeignet oder fehlgeschlagen sind.

·         Patientinnen müssen über die Risiken von Ulipristalacetat 5 mg aufgeklärt werden, insbesondere über das Risiko einer Leberschädigung.

·         Patientinnen sollten über Symptome einer Leberschädigung informiert werden. Wenn solche Symptome auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

·         Patientinnen sollten über notwendige Leberfunktionstests vor, während und nach den Behandlungsintervallen informiert und aufgefordert werden, die Patientinnenkarte sorgfältig zu lesen.

Bereits 2018 war die Anwendung eingeschränkt und die Überwachung der Leberfunktion empfohlen worden, um das Risiko schwerer Leberschäden zu minimieren. Dennoch war ein weiterer Fall einer schweren Leberschädigung mit Lebertransplantation aufgetreten. Während des erneuten Risikobewertungsverfahrens war Ulipristalacetat 5 mg vorübergehend vom Markt genommen worden.