AHA 2019 — Ethyl-Eicosapentaensäure verlangsamte die Progression von Koronarplaques, verpasste aber den primären Endpunkt


  • Daniel M. Keller, Ph.D
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Ethyl-Eicosapentaensäure (Ethyl-EPA) verlangsamte die Progression mehrerer Arten von Plaques in den Koronararterien in einer Zwischenanalyse der EVAPORATE-Studie, verpasste aber den primären Endpunkt.

Warum das wichtig ist

  • Ein weiterer Schutz vor der Progression von Plaques ist über die schützenden Wirkungen von Statinen hinaus notwendig, um das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse zu senken.
  • Ethyl-EPA verlangsamte zwar die Progression, vermochte sie aber nicht aufzuhalten.

Studiendesign

  • Patienten im Alter von ≥ 45 Jahren mit erhöhtem Nüchtern-Triglyzeridspiegel (TG: 135–499 mg/dl) unter stabiler Statintherapie, mit LDL-Cholesterinwerten zwischen > 40 und ≤ 115 mg/dl, ≥ 1 Koronarstenose zu ≥ 20 % gem. CT und normaler Nierenfunktion.
  • Doppelblinde Studie EVAPORATE: Patienten wurden randomisiert und erhielten 18 Monate lang täglich entweder 4 g Ethyl-EPA (n = 40) oder ein Placebo (n = 40).
  • Primärer Endpunkt: Progression von Plaques mit niedriger Attenuation.
  • Amarin Pharma hat die Studie finanziert und das Medikament bereitgestellt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Veränderung der Plaques ab Baseline mit Ethyl-EPA (n = 30) gegenüber dem Placebo (n = 37), angepasster p-Wert (Zwischenergebnisse nach 9 Monaten):
    • Verkalkung: -1 % gegenüber 9 %; p = 0,001. Ethyl-EPA verlangsamte die Progression um 89 %.
    • Fibrose: 17 % gegenüber 40 %; p = 0,0109. Ethyl-EPA verlangsamte die Progression um 57 %.
    • Nicht kalzifizierte Plaques insgesamt: 35 % gegenüber 43 %; p = 0,0103. Ethyl-EPA verlangsamte die Progression um 19 %.
    • Plaques insgesamt: 15 % gegenüber 26 %; p = 0,0004. Ethyl-EPA verlangsamte die Progression um 42 %.
    • Keine signifikanten Unterschiede zwischen Ethyl-EPA und dem Placebo bei fibrös-fettigen Plaques oder Plaques mit niedriger Attenuation.
  • Konsistente Wirksamkeit von Ethyl-EPA über mehrere Untergruppen und sämtliche TG-Ausgangswerte.

Einschränkungen

  • Kurzer Zeitrahmen.
  • Kleine Kohorte mit einigen Abbrüchen.
  • Unbekannter Effekt von Ethyl-EPA auf andere Lipidwerte.
  • Auswirkung auf zukünftige kardiovaskuläre Ergebnisse nicht bekannt.