AHA 2018: Niedrig dosiertes Methotrexat ergibt keinen präventiven Nutzen bei Atherosklerose


  • Hao Cheng, MD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Niedrig dosiertes Methotrexat ergibt keinen Nutzen gegen kardiologische Ereignisse für Patienten mit stabiler Atherosklerose.

Warum das wichtig ist

  • Entzündungen weisen einen kausalen Zusammenhang mit Atherothrombose auf.
  • Canakinumab, ein monoklonaler Antikörper, führte zu einer geringeren Rate an kardiovaskulären Ereignissen als ein Placebo in einer früheren randomisierten Studie (CANTOS).
  • In dieser Studie soll festgestellt werden, ob niedrig dosiertes Methotrexat einen ähnlichen Nutzen ergibt.

Studiendesign

  • Randomisierte, doppelblinde Studie zu niedrig dosiertem Methotrexat (mit einer Zieldosis von 15–20 mg wöchentlich) gegenüber einem Placebo.
  • Patienten wurden aufgenommen, wenn sie bereits einen Myokardinfarkt oder eine koronare Mehrgefäßerkrankung hatten und zusätzlich entweder an Typ-2-Diabetes oder an dem metabolischen Syndrom litten.
  • Primäre Endpunkte waren eine Kombination aus einem nicht tödlichen Myokardinfarkt, einem nicht tödlichen Schlaganfall oder einem kardiovaskulären Todesfall sowie einer Krankenhauseinweisung wegen instabiler Angina mit dringlicher Revaskularisation.

Wesentliche Ergebnisse

  • 4.786 Patienten wurden randomisiert und im Mittel während 2,3 Jahren nachbeobachtet.
  • Methotrexat führte nicht zu niedrigeren Werten an Interleukin-1β, Interleukin-6 oder dem C-reaktiven Protein als das Placebo.
  • Der ursprüngliche primäre Endpunkt trat bei 170 Patienten in der Methotrexat-Gruppe und bei 167 in der Placebogruppe ein (Inzidenzrate: 3,46 vs. 3,43 pro 100 Personenjahre; HR [KI  95 %] = 1,01 [0,821,25]).
  • Methotrexat wurde mit Folgendem assoziiert:
    • Anstieg der Leberenzymwerte (p 
    • Rückgang der Anzahl Leukozyten und der Hämatokritwerte (p 
    • Höhere Inzidenz an nicht die Basalzellschicht betreffenden Hautkrebserkrankungen (p = 0,002).

Einschränkungen

  • Weniger Entzündungsmarker im Vergleich zur CANTOS-Studie.

Expertenkommentar

  • „Worin könnten sich diese beiden Studien [CIRT und CANTOS] unterscheiden? Na ja ... das HsCRP (Entzündungsrisiko) bei CIRT beträgt 1,5 mg. Bei Cantos beträgt es 4,2 mg ... Außerdem wurde der mittlere LDL-C-Spiegel bei CIRT auf 68 mg/dl gesenkt, während er bei der untersuchten Gruppe in CANTOS im Mittel bei 82 mg/dl lag. Die Gruppe in CANTOS wies also wohl das höhere Risiko und auch mehr [Entzündungen] auf.“ Sidney C. Smith, Jr., MD, Medizinprofessor an der University of North Carolina.