Aggressives B-Zell-Lymphom: kein EFS-Nutzen mit verdoppeltem Rituximab

  • Friedrichs B & al.
  • Br J Haematol
  • 05.12.2018

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Verdopplung der Rituximab-Infusionen verbessert bei jungen Patienten, die 8 Zyklen einer Standardtherapie mit CHOEP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Etoposid, Vincristin und Prednison) wegen aggressivem B-Zell-Lymphom erhalten, nicht die Überlebensergebnisse.

Warum das wichtig ist

  • Rituximab wird konventionell 6 oder 8 Mal während eines Chemotherapiezyklus verabreicht.
  • In der Studie DENSE-R-CHOP-14 wurden bei älteren Patienten höhere Remissionsraten mit 12 als mit 8 Dosen Rituximab angegeben.

Studiendesign

  • Studie DENSE-R-MegaCHOEP (Eine randomisierte Phase-III-Studie zum Vergleich einer konventionellen Chemotherapie [CHOEP-14] plus Rituximab mit einer hochdosierten Chemotherapie, gefolgt von einer autologen Stammzellentransplantation [Mega-CHOEP-21] plus Rituximab bei jüngeren Patienten mit aggressivem NHL) zur Untersuchung der Effekte verdoppelter (gesamt: 12) Rituximab-Infusionen in Kombination mit 8 Zyklen Standard-CHOEP bei 78 jungen Patienten mit aggressivem B-Zell-Lymphom.
  • Die Ergebnisse wurden mit einer Kohorte von 130 Patienten verglichen, die 6 Dosen Rituximab mit Standard-CHOEP erhalten hatten.
  • Finanzierung: Deutsche Krebshilfe.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein signifikanter Unterschied in den Ergebnissen mit 6 bzw. 12 Rituximab-Infusionen:
    • 71 % (95 %-KI: 63 %–79 %) 2-jähriges ereignisfreies Überleben (EFS) vs. 69 % (95 %-KI: 59 %–80 %) (p = 0,766).
    • 75 % (95 %-KI: 67 %–83 %) 2-jähriges progressionsfreies Überleben (PFS) vs. 76 % (95 %-KI: 66 %–86 %) (p = 0,871).
    • 85 % (95 %-KI: 78 %–91 %) 2-jähriges Gesamtüberleben (OS) vs. 82 % (95 %-KI: 73 %–92 %) mit verdoppeltem Rituximab (p = 0,843).
  • 60 % aller Patienten erlitten Leukozytopenie von Grad 4, 51 % Anämie von Grad 3/4.

Einschränkungen

  • Zum Vergleich der Ergebnisse wurde eine retrospektive Kohorte herangezogen.