Ärzte ohne Grenzen nehmen Vorwürfe des Missbrauchs innerhalb der Organisation in Angriff


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Es werden bei den Ärzten ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) Bemühungen unternommen, um gegen Missbrauch innerhalb der Organisation anzugehen. 

In ihrem neu veröffentlichen internationalen Aktivitätsbericht für 2018 sagten die internationale Präsidentin der Organisation, Dr. Joanne Liu, und ihr Generalsekretär, Christopher Lockyear, die Organisation arbeite an der Inangriffnahme von Missbrauch und unangemessenem Verhalten innerhalb der MSF und an der Bereitstellung von Unterstützung für Opfer.

Gleichzeitig zeigen neueste Zahlen, dass bei den MSF im Jahr 2018 356 Beschwerdemeldungen aus dem Feld wegen Fehlverhaltens eingingen, wobei es sich um eine Zunahme gegenüber 182 im Jahr 2017 handelt. Nach entsprechender Untersuchung wurden 134 Fälle als Situationen von Missbrauch oder unangemessenem Verhalten bestätigt. Insgesamt 52 Mitarbeiter wurden aufgrund „jeglicher Art von Missbrauch“ entlassen, wozu sexueller Missbrauch, Belästigung und Ausnutzung, Machtmissbrauch, psychologische Schikane, Diskriminierung und körperliche Gewalt zählten. 

Der internationalen Präsidentin und dem Generalsekretär zufolge hat es zwar eine Zunahme der Anzahl der Beanstandungsmeldungen gegeben, doch angesichts der Größe und des Wirkungsbereichs der Organisation wäre davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl noch höher liege. Sie ergänzten: „Wir müssen daher mehr tun, um unsere Systeme zu verbessern, um sie breiter zugänglich zu machen und sicherzustellen, dass alle unsere Mitarbeiter und Patienten, deren Betreuer und Fachkreise ihnen vertrauen und sie nutzen.“