Ärzte ohne Grenzen bittet um die Wiederaufnahme der medizinischen Hilfe an der jordanischen Grenze


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Die Nothilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen hat eine dringende Bitte um die Wiederaufnahme der Hilfs- und Schutzleistungen für syrische Flüchtlinge an der jordanischen Grenze geäußert.

Die Organisation äußert ihre Sorgen insbesondere um solche Menschen, die in einem großen informellen Lager leben, das als „Berm“ bekannt ist und in dem die Flüchtlinge bis zum 21. Juni unterstützt wurden.

Am 16. Mai rief die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen eine mobile Klinik im Lager Berm ins Leben und behandelte innerhalb gut eines Monats über 3.501 Menschen. Im gleichen Zeitraum wurden etwa 1.300 Kinder im Alter von unter fünf Jahren auf eine Mangelernährung hin untersucht. Bei über 200 der Kinder wurde eine moderate und bei 10 eine schwere Mangelernährung festgestellt. Zusätzlich litten 24,7 % der Kinder, die von den medizinischen Teams untersucht wurden, an einer akuten Diarrhö. Die Teams führten 450 Beratungen für schwangere Frauen durch und halfen bei der Entbindung eines Babys.

Laut Ärzte ohne Grenzen haben die Menschen in Berm jedoch seit einem Selbstmordanschlag am 21. Juni auf einen in der Nähe gelegenen Militärposten, keine Lebensmittel oder medizinische Versorgungen mehr erhalten. Nur eine äußerst geringe Menge an Wasser erreichte die Flüchtlinge.

Benoit De Gryse, Programmleiter von Ärzte ohne Grenzen, betonte, dass für die Menschen im Lager, von denen über die Hälfte Kinder sind, die medizinische Versorgung sofort wieder aufgenommen werden muss.