ADT verlängert OS bei Prostatakarzinom mit Gleason-Grad 9–10 nicht

  • Yang DD & et al.
  • Eur Urol
  • 24.10.2018

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe einer Androgendeprivationstherapie (ADT) zur externen Strahlentherapie (EBRT) zeigt einen Überlebensnutzen bei Patienten mit Prostatakarzinom mit einem Gleason-Grad (GG) 8, nicht aber mit GG 9–10.

 Warum das wichtig ist

  • ADT plus EBRT ist der aktuelle Versorgungsstandard für Hochrisiko-Patienten.
  • Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Patienten mit GG 9–10 keinen Überlebensnutzen aus einer ADT ziehen und eine intensivere Behandlung benötigen.

Studiendesign

  • 20.139 Männer mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom erhielten eine EBRT.
  • Finanzierung: Prostate Cancer Foundation, Wood Family Foundation, the Baker Family; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 60 % der Patienten hatten eine Krankheit mit GG 8, 36 % mit GG 9 und 4 % mit GG 10.
  • 78 % der Patienten mit GG 8 bzw. 87 % mit GG 9–10 erhielten eine ADT.
  • Mediane Nachbeobachtungszeit: 4,0 Jahre.
  • Der Einsatz einer ADT verbesserte signifikant das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit GG 8 (adjustierte Hazardrate [aHR]: 0,78; p 
  • ADT und GG wiesen eine signifikante Wechselwirkung auf:
    • Patienten mit GG 8 und 9–10 (p-Wechselwirkung = 0,020).
    • Patienten mit GG 8, 9 und 10 (p-Wechselwirkung = 0,042).

Einschränkungen

  • Kurzer Nachbeobachtungszeitraum.