Adjuvantes T-DM1: ein neuer Standard für hochriskanten HER2+ Brustkrebs?

  • von Minckwitz G & al.
  • N Engl J Med
  • 05.12.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Das Antikörper-Drug-Konjugat, Trastuzumab, plus dem zytotoxischen Wirkstoff Emtansin (T-DM1) verlängert das invasive krankheitsfreie Überleben (DFS) bei HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)+ Brustkrebs im Frühstadium mit invasiver Resterkrankung nach Erhalt einer neoadjuvanten Chemotherapie (NACT) mit Taxan (± Anthrazyklin) und Trastuzumab vor dem operativen Eingriff im Vergleich zu Trastuzumab allein um 50 %.

Warum das wichtig ist

  • Patientinnen mit Brustkrebs-Resterkrankung haben eine schlechtere Prognose als ohne.

Studiendesign

  • Randomisierte, kontrollierte Phase-III-Studie, KATHERINE (Eine randomisierte, multizentrische, offene Phase-III-Studie zur Evaluierung der Wirksamkeit und Sicherheit von Trastuzumab-Emtansin versus Trastuzumab als adjuvante Therapie für Patientinnen mit HER2-positivem, primären Brustkrebs, die nach Operation eine in axillaren Lymphknoten pathologisch nachgewiesene Resterkrankung haben; n = 1.486) zum Vergleich von T-DM1 (3,6 mg/kg) vs. Trastuzumab (6 mg/kg) für 14 Zyklen bei Patientinnen mit invasiver Resterkrankung in Brust und Achsel nach operativem Eingriff und Erhalt von NACT + Trastuzumab.
  • Primäres Ergebnis: invasives DFS (kein Rezidiv oder Tod aufgrund irgendeiner Ursache).
  • Finanzierung: F. Hoffmann-LaRoche/Genentech.

Wesentliche Ergebnisse

  • In der Interimsanalyse (nach ~ 67 % Ereignissen mit invasiver Krankheit) war T-DM1 assoziiert mit einer niedrigeren Rate einer invasiven Krankheit oder Tod als Trastuzumab (12,2 % vs. 22,2 %).
  • Das invasive DFS war um 50 % länger mit T-DM1 (HR: 0,50; p 
  • T-DM1 erreichte eine niedrigere Rate von Fernrezidiven als erstes Ereignis einer invasiven Krankheit (10,5 % vs. 15,9 %).
  • Es traten keine neuen Sicherheitssignale auf; T-DM1 ging mit einer höheren Rate unerwünschter Ereignisse einher (98,8 % vs. 93,3 %).

Einschränkungen

  • Offen.
  • Es könnte zum Verlust des HER2+-Status gekommen sein, der aber nicht gemessen wurde.