Adipositas wird in den nächsten 30 Jahren 90 Millionen Leben kosten


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Adipositas-assoziierte Erkrankungen werden in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über die nächsten 30 Jahre mehr als 90 Millionen Leben kosten, und die Lebenserwartung wird bis 2050 fast drei Jahre zurück gegangen sein wird. 

Das besagt ein neuer Bericht der OECD, „The Heavy Burden of Obesity – The Economics of Prevention“, der die Belastung durch Adipositas und Übergewicht in 52 Ländern analysiert.

Der Bericht zeigt einen durchschnittlichen Anstieg der Adipositas-Raten bei Erwachsenen in OECD-Ländern von 21 Prozent im Jahr 2010 auf 24 Prozent im Jahr 2016, d. h. die Zahl der adipösen Personen hat sich um noch einmal 50 Millionen erhöht. Tatsächlich bedeuten diese Zahlen, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung in 34 von 36 OECD-Ländern und fast eine von vier Personen adipös sind. 

Den Autoren zufolge sei der Anstieg der Anzahl von Personen mit hohem Body Mass Index „erdrückend“ für die Gesundheitsversorgungsbudgets. OECD-Länder geben rund 8,4 % ihres gesamten Gesundheitsversorgungsbudgets zur Bewältigung Adipositas-bedingter Erkrankungen aus. Der Bericht besagt jedoch, dass die Bewältigung von Übergewicht eine „hervorragende Investition“ sei, und zeigt, dass jeder zur Vorbeugung von Adipositas ausgegebene Dollar sich wirtschaftlich bis nahezu zum 6-Fachen auszahlt. 

Es werden vier Kategorien von Maßnahmen zur Lösung des Problems genannt, einschließlich der Förderung von Sport durch Ärzte und Schulen.