ADC: 16,2 % der Patienten haben bei Diagnose Hirnmetastasen

  • Lung Cancer

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • 16,2 % der Patienten mit Adenokarzinom der Lunge (ADC) hatten Hirnmetastasen (BM) bei Diagnose, darunter auch 3 % mit einer Erkrankung im Stadium I.
  • Hier handelt es sich um die erste Studie, die Hirnmetastasen bei ADC im Stadium I nachweist.

Warum das wichtig ist

  • Die aktuellen europäischen Leitlinien gehen davon aus, dass eine Bildaufnahme des Gehirns bei nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium I für einige Patienten von Nutzen sein könnte, doch die US-amerikanischen Leitlinien empfehlen kein Routine-Screening bei asymptomatischer Erkrankung im Stadium I.

Studiendesign

  • 598 Patienten mit ADC.
  • Finanzierung: Hanyang University.

Wesentliche Ergebnisse

  • 16,2 % hatten BM bei Erstdiagnose ihres ADC:
    • Einzelne Metastase bei 26,8 %.
    • Multiple Metastasen bei 73,2 %.
    • 77,3 % waren bei Diagnose asymptomatisch.
  • Die BM-Inzidenz betrug 1,3 % im Stadium I, 9,2 % im Stadium II, 22,9 % im Stadium III und 31,4 % im Stadium IV (p 
  • Die BM-Inzidenz betrug 19,3 % bei Patienten mit EGFR-Mutationen, 19,4 % mit ALK-Mutationen und 27,6 % mit KRAS-Mutationen (p = 0,565).
  • Unabhängige Faktoren in Zusammenhang mit BM nach einer multivariablen Analyse waren unter anderem eine Krankheit im Stadium T4, Krankheit mit Befall der Lymphknoten und Krankheiten im Stadium M1b/M1c.
  • Die BM-Inzidenz war höher bei männlichen Patienten mit KRAS-Mutationen (OR: 3,86; 95 %-KI: 1,01–14,43), verglichen mit Männern ohne diese Mutationen, und bei Nierauchern mit EGFR-Mutationen (OR: 2,07; 95 %-KI: 1,02–4,34), verglichen mit Nierauchern ohne EGFR-Mutationen.

Einschränkungen

  • Retrospektive, monozentrische Studie.